Fricktal
Bauprojekt hier, Studie da: Frick und Gipf-Oberfrick arbeiten nicht im Gleichschritt

Im Fricker Entwicklungskonzept 2035 ist die Sache klar: Die Verbindungsstrasse vom Kreisel Bölli in Frick nach Gipf-Oberfrick auf der rückwärtigen Seite der Bahnlinie hat Priorität eins. Nicht so in Gipf-Oberfrick.

Marc Fischer
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In Frick kommt das Bauprojekt für die erste Etappe der Verbindungsstrasse nach Gipf-Oberfrick an der nächsten Sommergemeindeversammlung vors Volk. Das Bild zeigt die aktuelle Situation zwischen Bölli-Kreisel und Ziegeleibrücke. chr

In Frick kommt das Bauprojekt für die erste Etappe der Verbindungsstrasse nach Gipf-Oberfrick an der nächsten Sommergemeindeversammlung vors Volk. Das Bild zeigt die aktuelle Situation zwischen Bölli-Kreisel und Ziegeleibrücke. chr

Im Fricker Entwicklungskonzept 2035 ist die Sache klar: Die Verbindungsstrasse vom Kreisel Bölli in Frick nach Gipf-Oberfrick auf der rückwärtigen Seite der Bahnlinie hat Priorität eins. Für eine erste Etappe der Strasse – von der Ziegelei-Brücke zur Unterführung am Rand des Baugebiets im Hundsrugge – haben die Stimmberechtigten vor einem Jahr einen Projektierungskredit gesprochen. Dieser Teil der Strasse soll die geplante Siedlung Lammet erschliessen.

Ursprünglich wollte der Fricker Gemeinderat an der Wintergemeindeversammlung dieses Jahres den Baukredit beantragen. Dies ist nun nicht der Fall. «Die Abklärungen zum Gestaltungsplan beim Kanton haben länger gedacht als erwartet», erklärt der zuständige Fricker Gemeinderat Thomas Stöckli, «dafür wurde der Erschliessungsplan auch gleich bereinigt.» Die Vorprüfung durch den Kanton soll «in den nächsten Tagen» abgeschlossen sein. «Dann können wir den Gestaltungsplan noch dieses Jahr öffentlich auflegen», so Stöckli.

Linienführung in Frick ist klar

Der Verlauf der Strasse sei klar, betont Stöckli, nur die Detailplanung mit Strassenbreite und Radien sei noch ausstehend.

Und wie sieht es mit weiteren Etappen aus? Kommt die Verbindung nach Gipf-Oberfrick zustande? «Wir warten auf Gipf-Oberfrick», so der Fricker Gemeinderat, «die Linienführung auf Fricker Boden ist klar. Sie verläuft der Bahnlinie entlang bis zur Gemeindegrenze.»

Nun müsse Gipf-Oberfrick entscheiden, wie die Strasse dort weiter verlaufen soll. Denn: «Ein Verzicht auf den Oberfricker Ast und stattdessen eine neue Unterführung ab der Dammstrasse kommt aus unserer Sicht nicht infrage. Das wäre finanziell nicht machbar.»

Linienführung in Gipf-Oberfrick ist unklar

Und tatsächlich, die Linienführung in Gipf-Oberfrick ist weiterhin unklar. «Es handelt sich noch immer um eine Vorprojektphase», erläutert der Gipf-Oberfricker Gemeindeschreiber Urs Treier den aktuellen Stand der Dinge. Man habe einem Ingenieurbüro den Auftrag erteilt, eine Studie über die Machbarkeit von verschiedenen Anschlussvarianten an die Kantonsstrasse zu erstellen. Diese sollte demnächst eingehen und noch in diesem Jahr an den Kanton zur Beurteilung weitergeleitet werden.

Im kommenden Jahr lägen wohl die Antworten aus Aarau vor und dann könne auch Gipf-Oberfrick die Planungen konkretisieren. «Dann werden wir auch in die Diskussion mit der Bevölkerung treten», so Urs Treier. Allerdings, so der Gemeindeschreiber weiter, gehe es nicht nur um den Strassenverlauf. «Aus unserer Sicht sind noch etliche Fragen offen.»

Offene Fragen, die dafür sorgen, dass das Projekt in Gipf-Oberfrick «noch keine hohe Dringlichkeit» habe. Beispielsweise, wie der Bahnhof Frick beidseitig zugänglich gemacht werde. Oder wie die Park-and-ride-Plätzeausgestaltet werden und welche Verbesserungen ein Anschluss für den Langsamverkehr aus Gipf-Oberfrick zum Bahnhof bringt. Denn eine Strasse um der Strasse willen zu bauen, ist aus Sicht von Gipf-Oberfrick keine Lösung. Auch die Rahmenbedingungen müssen feststehen.

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