Mettauertal
Baugesuch eingereicht: Beim Bahnhof Etzgen ist ein Entsorgungsplatz geplant

Die Firma Mittner Muldenservice GmbH ist ab dem 1. Juni Betreiberin des Entsorgungsangebotes der Gemeinde Mettauertal. Ein Vertrag wurde abgeschlossen. Auf dem Areal der Firma beim Bahnhof Etzgen entsteht ein öffentlicher Entsorgungsplatz.

Marc Fischer
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Beim Bahnhof Etzgen (links) entsteht ein Entsorgungsplatz der Firma Mittner Muldenservice GmbH.

Beim Bahnhof Etzgen (links) entsteht ein Entsorgungsplatz der Firma Mittner Muldenservice GmbH.

mf

«Ja, wir haben einen Entsorgungsvertrag abgeschlossen», bestätigen der zuständige Mettauertaler Gemeinderat Christoph Rutschmann, Gemeindepräsident Peter Weber sowie Susanne und Andreas Mittner von der Mittner Muldenservice GmbH.

Ab dem 1. Juni ist die Mittner Muldenservice GmbH Betreiberin des Entsorgungsangebotes der Gemeinde. «Wir sind überzeugt, dass wir einen leistungsfähigen Partner gefunden haben», so Christoph Rutschmann.

Beim Bahnhof Etzgen, wo die Firma bereits jetzt ansässig ist, soll eine Entsorgungsstelle entstehen, bei der die Bevölkerung Materialien zum Recycling abgeben kann. Dazu sind Erweiterungen und bauliche Veränderungen nötig.

Das notwendige Baugesuch wird in diesen Tagen eingereicht. Da auch der Kanton (wegen der Kantonsstrasse) und die SBB (wegen der Bahnlinie in unmittelbarer Nähe) in den Bewilligungsprozess involviert sind, ist ein Zeitplan derzeit schwierig abzuschätzen.

Der neue Entsorgungsplatz soll aber im vollen Umfang noch in diesem Jahr eingeweiht werden. Bereits jetzt kann aber Recyclingmaterial dort abgegeben werden.

Billigere Lösung für die Gemeinde

Der Erstkontakt ging von der Firma Mittner aus. «Sie haben mitbekommen, dass es Pläne für eine Entsorgungsstelle im Ortsteil Mettau gibt, und sind auf uns zugekommen», erklärt Peter Weber. Man habe dann schnell eine gemeinsame Lösung gefunden.

Die Gemeinde Mettauertal zahlt einen Pro-Kopf-Unkostenbeitrag an die Firma Mittner, die aber ihrerseits das unternehmerische Risiko trägt. «Für die Gemeinde kommt die neue Lösung billiger als bisher», so Weber. Und: Es braucht keine Investitionen für einen gemeindeeigenen Entsorgungsplatz. Dies Pläne sind vom Tisch.

Auch sei die Lage beim Bahnhof Etzgen gut, sind sich Weber und Rutschmann sicher. Zwar sei die neue Entsorgungsstelle nicht zentral in der Gemeinde gelegen, dafür liegt sie auch nicht in einem Wohngebiet und es werden kaum Nachbarn von den Lärmemissionen gestört.

Glascontainer bleiben im Ortsteil

Nicht betroffen von der neuen Lösung sind Hauskehricht und Grüngut», betont Gemeinderat Rutschmann. Auch die Glassammelstellen bleiben in den einzelnen Ortsteilen bestehen. «Man kann das Glas aber auch bei uns entsorgen», so Andreas Mittner. Er und seine Mutter Susanne hoffen künftig auf zahlreiche Entsorger. «Für schwarze Zahlen braucht es ein gewisses Volumen», so Andreas Mittner.

Deshalb sind auch nicht nur Einwohner der Gemeinde Mettauertal willkommen. Im Gegenteil: «Wir hoffen auch auf Kunden aus den umliegenden Gemeinden. Wir sind der Meinung, dass das Bedürfnis nach einem Entsorgungsplatz besteht», sagt Susanne Mittner.

An sechs Tagen pro Woche wird die Entsorgungsstelle dereinst geöffnet sein. «Dies macht den Entsorgungsplatz für die Bürger attraktiv«, sind sich die Verantwortlichen sicher. Von Papier bis Kaffeekapseln kann, wie in den Entsorgungsstellen von Gemeinden üblich, vieles gratis entsorgt werden. Nur wenige Materialien sind kostenpflichtig.

Auch wenn Susanne und Andreas Mittner die Investitionen noch nicht genau beziffern können, so wird doch deutlich, dass sie im neuen Entsorgungsplatz einiges an Potenzial sehen. «Wir haben den Maschinenpark bereits ausgebaut und werden dies weiter tun», so Andreas Mittner, auch ein zusätzlicher Mitarbeiter wurde bereits eingestellt.

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