Mumpf
Baugebiet um über 1 Hektare reduziert

Die Auflage der revidierten Nutzungsplanung Siedlung und Kulturland dauert bis zum 12. April.

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Von den 313 Hektaren Gesamtfläche von Mumpf befinden sich 46,7 Hektaren in Bauzonen. Gemäss der revidierten Nutzungsplanung Siedlung und Kulturland, welche noch bis zum 12. April in der Gemeindeverwaltung zur öffentlichen Einsichtnahme aufliegt, sind 93,3 Hektaren Kulturland, 130 Hektaren beträgt die Waldfläche (inklusive der Naturschutzzone Wald) und 43 Hektaren entfallen auf Verkehrsflächen, Gewässer und so weiter.

10,1 Hektaren noch nicht überbaut

In der Dorfkernzone sind von den 6,4 Hektaren deren 6,2 Hektaren überbaut. Insgesamt sind noch 10,1 der 46,7 Hektaren in Bauzonen nicht überbaut. Sämtliche unüberbauten Grundstücke wurden im Rahmen der Nutzungsplanungsrevision überprüft und in den meisten Fällen konnte mit den Grundeigentümern ein Gespräch über ihre Absichten geführt werden. Dabei stellte sich heraus, dass etwa die Hälfte der Grundstücke verkauft werden sollte.

Aber eines der grössten Probleme der Gemeinde ist die Lärmbelastung durch den Bahn- und Strassenverkehr (Autobahn und Kantonsstrasse). Deshalb finden viele Grundstücke, die zum Verkauf stehen, keine Käuferschaft oder sie können nicht bebaut werden. So verfügt Mumpf über zahlreiche baureife Grundstücke und somit über eine grosse Baulandreserve, die über dem Bedarf liegt.

Bei den Reserven handelt es sich aber oft auch um Parzellen, die gar nicht überbaut werden können. Dazu zählen etwa alte militärische Bunker oder die bestehenden Flächen entlang der Autobahn.

In der Kernzone, die in Dorfkernzone umbenannt wurde, soll keine eigentliche Zentrumsentwicklung im Vordergrund stehen. Die herkömmlichen Bauformen und historischen Siedlungsteile sollen erhalten bleiben. Bei Umbauten muss indessen auf eine zurückhaltende Dachgestaltung sowie auf die Wahrung von Stellung und Volumen der Bauten geachtet werden.

In den Wohn- und Mischzonen ist vorgesehen, die spezifischen Quartiercharaktere zu erhalten. Und falls möglich soll eine sorgfältige Verdichtung entlang der Kantonsstrasse erreicht werden.

Im grössten Bauentwicklungsgebiet von Mumpf, im Gebiet Rifeld, führt die Gemeinde Sondernutzungsplanungen durch und versucht auf diese Weise, die bestehenden Baulandreserven verfügbar zu machen und einer Überbauung zuzuführen. Dabei muss auf eine situationsgerechte Bebauung geachtet werden, schreibt die Nutzungsplanung vor.

Campingplatz soll bestehen bleiben

Der Campingplatz am Rhein befindet sich in der Erholungszone und soll bestehen bleiben. Auf einen Ausbau ist allerdings zu verzichten. Und ausserdem wird die Erholungszone in Campingzone umbenannt und neu im Kulturlandplan geführt, bei dem sich seit der letzten Nutzungsplanungsrevision mehrere Veränderungen bei den Nutzungs- und Schutzzonen sowie bei den überlagernden Zonen ergeben haben.

Die Kapazität der Bauzonen, inklusive der innerhalb der Planungsphase realisierbaren Verdichtung, beträgt nach Angaben der Planer rund 1900 Einwohner. Die kantonale Prognose für das Jahr 2024 rechnet mit 1550 Einwohnern (aktuelle Einwohnerzahl: 1300). Wie es im Vorprüfungsbericht des Kantons zur revidierten Nutzungsplanung Siedlung und Kulturland heisst, sei die ausgeschiedene Bauzonenfläche, aufgrund der rein rechnerischen Beurteilung der Einwohnerkapazität, um rund 4,5 Hektaren zu gross. Immerhin konnte die Baugebietsgrösse im Rahmen der Revision um über 1 Hektare reduziert werden. (chr)