Wittnau
Bauernhof öffnet Stall- und Hoftüren für Schüler

Das Jubiläum von «Schule auf dem Bauernhof» verbrachten Dritt- und Viertklässler mit Tieren, beim Brotbacken und Gemüseschneiden.

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Auf dem Bauernhof können Schüler mit allen Sinnen erfahren und begreifen.

Auf dem Bauernhof können Schüler mit allen Sinnen erfahren und begreifen.

ZVG

Schule auf dem Bauernhof (SchuB) öffnet Schulklassen und ihren Lehrpersonen seit 30 Jahren Stall- und Hoftüren und ermöglicht den Kindern damit einen Zugang zur Landwirtschaft.

Gestern am nationalen SchuB-Festtag auf dem Erlenhof hat die dritte und vierte Klasse aus Wittnau einen Rundgang auf dem Bauernhof gemacht, Wissenswertes über die Tiere erfahren, Brot gebacken und Gemüse für das gemeinsame Mittagessen geschnitten. Im Anschluss pflanzten die Schulkinder Sonnenblumensamen in einen Topf. Jedes Kind durfte seinen Blumentopf nach Hause nehmen. Mit der richtigen Pflege wächst eine tolle Sonnenblume und erinnert das Kind an den Besuch auf dem Erlenhof.

Der Erlenhof in Wittnau wird von Herbert und Helen Schmid geführt und ist ein gemischter Landwirtschaftsbetrieb. Neben Mutterkuhhaltung und Getreidebau wird auch Obst- und Weinbau betrieben. Dem Betreiberpaar ist es ein Anliegen, im Einklang mit der Natur einwandfreie Produkte auf den Markt zu bringen.

Naturverbundene Erlebnisse

Auf dem Erlenhof haben Schulklassen die Möglichkeit, eine Lebenserfahrung zu machen und beim Mithelfen das Leben mit der Tier- und Pflanzenwelt kennenzulernen. Was passiert mit Wiesen, zu denen niemand schaut? Warum müssen Milchkühe jedes Jahr ein Kalb auf die Welt bringen? Wie wird aus Weizen Brot? Diese Fragen verdeutlichen, wie wichtig es ist, den Kindern diesen Bezug und das Wissen wieder zurückzugeben und ihnen Orte zu zeigen, wo das naturverbundene Erlebnis noch möglich ist: In der Welt der Bauernhöfe.

Der Bauernhof ist der ideale ausserschulische Lernort für Schulkinder, um den Ursprung der Lebensmittel und die natürlichen Kreisläufe mit allen Sinnen zu erfahren und zu begreifen. Heute leben drei von vier Jugendlichen in Städten und Agglomerationen. Obwohl die geografische Distanz zwischen ihnen und den Produzenten in der Schweiz vergleichsweise gering ist, wird der direkte Bezug zur Landwirtschaft von Generation zu Generation kleiner. (az)

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