Der Bauboom hält in Ueken, der Gemeinde am Eingang des Staffeleggtals, unvermindert an. Das neuste Baugesuch, das bis zum 12. Januar im Gemeindehaus zur öffentlichen Einsichtnahme aufliegt, sieht eine Überbauung an der Dorfstrasse vor, bestehend aus vier Mehrfamilienhäusern mit insgesamt 35 Wohnungen und einer Tiefgarage: 9,5 Millionen Franken, davon 300 000 Franken für die Gestaltung der Umgebung, sollen investiert werden, wie den Baugesuchsunterlagen entnommen werden kann.

Die Schnetzler Immobilien AG in Kaisten hat das Projekt verfasst, tritt als Bauherrschaft auf und ist Besitzerin der 5340 Quadratmeter grosse Parzelle, die sich zum Teil in der Dorfkernzone und in der Zone W2b befindet. So kommt das an der Dorfstrasse geplante Mehrfamilienhaus in die Kernzone zu stehen. Die Bauweise wird einem Bau in dieser Zone entsprechen und acht Wohnungen aufweisen.

Die drei Mehrfamilienhäuser, welche sich ausserhalb der Kernzone befinden, sind nach Angaben von Martin Schnetzler mehr oder weniger typengleich, verfügen aber jeweils über neun Wohnungen.

«Voraussichtlich Mietwohnungen»

«Bei den 35 Wohnungen handelt es sich voraussichtlich um Mietwohnungen», wie von Martin Schnetzler weiter zu erfahren war. Vorgesehen ist eine Bauweise im Minergie-Standard. Als Heizung ist eine Grundwasser-Wärmepumpe geplant. Die künftigen Bewohner der Überbauung Dorfstrasse in Ueken können ihre Autos in einer gemeinsamen Tiefgarage parkieren, wo 46 Abstellplätzen zur Verfügung stehen. Um die Häuser in das bestehende Dorfbild von Ueken einzupassen, wird jedes mit einem Satteldach gedeckt. Auf die Frage, wann mit der Realisierung der Überbauung gerechnet werden kann, hielt Martin Schnetzler fest: «Baubeginn ist voraussichtlich im August/September 2015 und die Fertigstellung im Frühling 2017.»

Vom Bauern- zum Wohndorf

Wenn die Überbauung Dorfstrasse bezogen ist, werden in Ueken womöglich bis zu 100 Einwohner mehr wohnen. Die Gemeinde hat sich vom Bauern- zum Wohndorf mit einer stetig wachsenden Bevölkerung gewandelt. Waren es 1990 noch rund 460 Einwohner, zählt die Gemeinde bald 900. Eigentlich ist es nicht die Absicht des Gemeinderats, das Dorf ins Unendliche wachsen zu lassen.

Viel eher soll «weiterhin ein gesundes und nicht ein zu schnelles Wachstum» ermöglicht werden. Der Rat erwähnte dies im Zuge der revidierten Revision der Nutzungsplanung Siedlung und Kulturland, die von der Gemeindeversammlung im Dezember 2013 verabschiedet worden ist.