Chemie
BASF baut und stärkt damit den Standort Kaisten

In der Fricktaler Gemeinde wird das BASF-Werk um eine Produktionshalle und ein Entwicklungslabor erweitert. Bis Ende 2012 will des Chemie-Unternehmen in Kaisten 40 zusätzliche Mitarbeiter einstellen.

Susanne Hörth
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Projektleiter Josef Hofbauer, Werkleiter Wolfgang Bächle und Gemeindeammann Josef Amsler bei der Grundsteinlegung (v.l.).

Projektleiter Josef Hofbauer, Werkleiter Wolfgang Bächle und Gemeindeammann Josef Amsler bei der Grundsteinlegung (v.l.).

sh

Der weltweit tätige Chemiekonzern BASF gibt ein deutliches Bekenntnis zum Standort Kaisten ab. Hier beschäftigt das Unternehmen zurzeit 240 Mitarbeiter. Bis Ende 2012 wird diese Zahl nochmals um 40 Personen anwachsen. Wie Werkleiter Wolfgang Bächle am gestrigen Montagmorgen vor geladenen Gästen und der Presse erklärte, verfügt das Kaister Werk über eine hochmoderne Infrastruktur sowie beträchtliche Landreserven.

Das sei eine gute Basis für einen weiteren Ausbau. Künftig sollen in der Gemeinde neben Kunststoffadditiven auch Betonzusatzmittel produziert werden. BASF will den Bauchemie-Standort in Zürich-Altstetten verkaufen. Kaisten hat bei der Suche nach einer neuen Niederlassung mit klaren Standortvorteilen überzeugen können, erklärte Herwig Heegewaldt. Er ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz für das Market Management der Geschäftseinheit Construction Chemicals verantwortlich. Die zurzeit noch in Zürich tätigen 40 Mitarbeiter werden also in naher Zukunft neu den Arbeitsort Kaisten ansteuern.

Eine neue Produktionshalle

Erst einmal muss aber gebaut werden. Wolfgang Bächle freute sich denn auch, die Gäste zur bevorstehenden Grundsteinlegung willkommen heissen zu dürfen. Wie Projektleiter Josef Hofbauer erklärte, wird in den nächsten Monaten, genauer bis Ende Jahr, eine zusätzliche, rund 1000 Quadratmeter grosse Produktionshalle auf dem Werkgelände entstehen. In den ersten Monaten 2012 erfolgt dann der Einbau der Anlagen. Der Start der Produktion ist für das zweite Quartal des gleichen Jahres vorgesehen.

Die Kosten für die Halle werden als einstelliger Millionenbetrag in Schweizer Franken angegeben. Künftig werden an dieser neuen Stätte flüssige und pulverförmige Rohstoffe in Edelstahlkesseln zu flüssigen Betonzusatzmitteln gemischt.

Und noch ein Baugesuch

Zeitgleich mit der Grundsteinlegung wurde am Montag auf der Gemeinde Kaisten ein weiteres BASF-Baugesuch eingereicht. Es handelt sich um das Entwicklungslabor für den Tunnel- und Bergbau. Wissenschaftler und technische Experten werden im neuen Labor an innovativen Lösungen für den weltweiten Untertagebau arbeiten. Von den Fachleuten werden Systeme entwickelt, die zur Gebirgssicherung und -verfestigung beitragen. Der Bezug des Labors ist für Ende 2012 vorgesehen.

«Seid Jahren teilen wir Freude und Leid mit dem Chemieunternehmen. Die letzten Jahre waren teilweise ein Wechselbad der Gefühle», meinte Gemeindeammann Josef Amsler rückblickend auf eine Zeit, in der das Werk Kaisten nicht nur für positive Schlagzeilen gesorgt hatte. Heute sei es aber ein Tag der Freude. Amsler lobte die BASF-Verantwortlichen für ihre Innovationsbereitschaft, damit verbunden den Glauben an eine gute Zukunft. «Als waschechter Kaister heisse ich Sie hier im schönen Fricktal willkommen», liess der Gemeindeammann den neu in Kaisten tätigen BASF-Mitarbeitern ausrichten.

Er vergass dabei nicht, Kaisten zudem als attraktive Wohnregion hervorzuheben.

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