Das Beste kam zum Schluss: Beim Punkt Bekanntgaben teilte Bürgermeister Ulrich Krieger den Gemeinderäten von Badisch-Laufenburg in der letzten Sitzung mit, dass das Projekt der «Laufenburger Acht» in das Förderprogramm Interreg-V aufgenommen wurde. Die Laufenburger Acht ist ein Rundwanderweg beidseits des Rheins mit dreimaliger Rheinüberquerung auf der Hochrheinbrücke im Osten, der Laufenbrücke in der Mitte und dem Kraftwerkswehr im Westen. «Wir können jetzt anfangen, konkret zu planen», freute sich Ulrich Krieger.

Die Gesamtkosten des Projekts auf deutscher und Schweizer Seite werden auf rund 2,8 Millionen Euro geschätzt, wobei der wesentliche Teil mit rund 2,4 Millionen Euro in Deutschland anfällt. Rund 400 000 Franken entfallen auf die Schweizer Seite. Durch die Aufnahme in das Interreg-Programm mit europäischen Fördermitteln werden die Kosten auf deutscher Seite mit 60 Prozent subventioniert, sodass an der Stadt Laufenburg ein Eigenanteil von knapp einer Million Euro hängenbleibt. Weil die Schweiz kein EU-Land ist, beträgt die Förderung für die schweizerischen Projekte nur 30 Prozent der Kosten.

Grosse Anpassungen nötig

Die schwierigste Passage auf diesem rund 6,2 Kilometer langen Rundweg ist am deutschen Rheinufer zwischen Kraftwerk und Laufenbrücke im Abschnitt Anglerhütte – Codmananlage zu bewältigen. Gewässerrandstreifen zwischen Rhein und Bahnlinie, enorme Höhenunterschiede, Rampen, Treppen und Stege müssen dort angelegt werden. Probleme sind auch bei der steilen Treppe beim «Hähnle» am alten Zoll in der Altstadt zu lösen, die jetzt beispielsweise für viele Radfahrer ein grosses Hindernis darstellt.

Wie diese Höhendifferenz sinnvoll überwunden werden kann, dürfte noch eine baurechtlich knifflige Sache werden. Ausserdem wird auch noch über die Verbindung zwischen Altstadt und Laufenpark diskutiert werden, angedacht ist hier ein Lift in Höhe Volksbank im Laufenpark.

Nach der Zusage in die Aufnahme des Interreg-Programms geht es nun an die Feinplanung. Dafür stehen aus Haushaltsresten auf deutscher Seite noch 30 000 Euro zur Verfügung, für 2017 wurden zudem 10 000 Euro in den Haushaltsplan aufgenommen.

In diesem und im kommenden Jahr soll nun die Vor- und Entwurfsplanung für das gesamte Projekt abgewickelt werden. Geplant sind für die Jahre 2018/19 die Ausführungsplanung sowie Ausschreibungen und die Vergabe für den westlichen Teil, in den Jahren 2019/20 die entsprechenden Planungen und Vergaben für den östlichen Teil sowie in den Jahren 2019 bis 2021 die Ausführungen der kompletten Baumassnahmen – wiederum unterteilt in den westlichen und östlichen Teil. Bis 2021 aber muss das Projekt abgeschlossen sein, will man nicht das Geld aus dem Interreg-V-Fördertopf verlieren.