Kaisten
Bald eine professionalisierte Jugendarbeit in Kaisten?

Eine Bedarfsabklärung soll die künftige Ausrichtung der Jugendarbeit im Dorf aufzeigen. Unter der Leitung vom externen Sachverständigen Arsène Perroud hat diese Woche die Startsitzung der Arbeitsgruppe stattgefunden.

Susanne Hörth
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Daniel Müller (li) und Marco Zaugg im Einsatz für die Dorfjugend.

Daniel Müller (li) und Marco Zaugg im Einsatz für die Dorfjugend.

Genügt das vorhandene Angebot für Jugendliche im Dorf oder braucht es mehr? Um dieser Frage auf den Grund zu gehen, hat sich in Kaisten am Mittwochabend unter der Leitung von Arsène Perroud – externer Berater und Fachmann für Jugendfragen – eine Arbeitsgruppe zu ihrer Startsitzung zusammengefunden. Mit zu diesem Team gehören unter anderem Gemeinderat Marco Zaugg sowie Daniel Müller, Mitglied der Jugendkommission (Juko).

Sich den Wünschen und Bedürfnissen der jungen Leute annehmen ist in Kaisten keine neue Erscheinung. «Seit zehn Jahren gibt es bereits das Rendez-Vous, ein beliebter Treffpunkt für die Schuljugend», erklärt Daniel Müller. Seit sich das Rendez-Vous als Verein organisiert, steht er diesem als Präsident vor. Müller setzt sich bereits seit vielen Jahren in verschiedenen Bereichen für die Jugendlichen ein.

Jeweils einbezogen in die Organisation und Durchführung diverser Aktionen der Juko sind die Nutzniesser selbst. Die Jugendlichen sind Teil in der Kommission, sie bringen sich mit ihren Wünschen ein, tragen aber auch Verantwortung. So auch für die «Box». Das ist ein von den jungen Leuten, ihren Eltern und der Jugendkommission instand gestellter Baucontainer. Regelmässig finden sich hier die zirka 16- bis 20-Jährigen zu ungezwungenen Treffen ein.

Ganz ohne die Begleitung, damit auch die Aufsicht wahrnehmenden Erwachsenen geht es aber dennoch nicht. «Wir stellen fest, dass die ehrenamtliche Arbeit vermehrt an die Grenzen stösst», zeigt Gemeinderat Marco Zaugg einen weiteren Grund für die nun begonnene Bedürfnisabklärung auf.

Im Budget 2013 ist ein Betrag von 12000 Franken für eine Bedarfsabklärung mit Umsetzungskonzept «Jugendarbeit» festgesetzt. «Der Kanton erstattet uns an diese Kosten rund 45 Prozent zurück», erklärt Gemeinderat Zaugg. In den nächsten Monaten soll nun mit Bestandaufnahme, Umfrage, Workshops und anderem aufgezeigt werden, wie eine künftige Jugendarbeit in Kaisten aussehen könnte. Dazu sollen Fragen geklärt werden, wie: Braucht es einen extern angestellten Jugendarbeiter, wie beispielsweise bei der Jugendarbeit Sisslerfeld oder der grenzüberschreitenden Jugendarbeit Laufenburg? Wie sieht die Zusammenarbeit mit umliegenden Gemeinden auf? «Es zeigt sich immer wieder, dass die Jugendlichen, die zusammen die Schule besuchen, sich auch in der Freizeit gemeinsam orientieren», macht Daniel Müller darauf aufmerksam, dass bei der regionalisierten Oberstufe in Laufenburg wie in Kaisten die Schüler aus verschiedenen Gemeinden kommen. Zaugg und Müller betonen: «Es ist uns sehr wichtig, dass bei der Bedarfsabklärung alle, die in irgendwelcher Form mit der Jugendarbeit zu tun haben – Vereine, Schule usw. - miteinbezogen werden.»

Die Verantwortlichen richten sich nach einem ambitionierten Zeitplan. Die gesammelten Daten und Erkenntnisse sollen von Arsène Perroud mit einem entsprechenden Umsetzungskonzept bereits Mitte 2013 dem Gemeinderat vorgelegt werden. Zeigt sich, dass ein Bedürfnis nach einer ausgebauten, möglicherweise professionalisierten Jugendarbeit für Oberstufenschüler und junge Erwachsene bis zirka 20 Jahre vorhanden ist, möchte der Gemeinderat bereits an der Wintergemeindeversammlung 2013 den entsprechenden Umsetzungskredit beantragen. Das Geplante soll der Kaister Bevölkerung zuvor dann an einer Informationsveranstaltung vorgestellt werden, erklärt Marco Zaugg.

Daniel Müller betont abschliessend, dass sich der Einsatz für die Jugend in jedem Falle lohne. Sie sind die Zukunft.

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