Rheinfelden
Bald bedient der Stadtbus auch den Kapuzinerberg und das Engerfeld

Seit Jahren setzt sich der Rheinfelder für eine Anbindung der Quartiere Engerfeld und Kapuzinerberg an den öffentlichen Verkehr ein – nun hat er sein Ziel erreicht: Ab dem Fahrplanwechsel werden stündlich die neuen Haltestellen bedient.

Nadine Böni
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Premiere: Ab Mitte Dezember hält der grenzüberschreitende Stadtbus auch bei der HPS auf dem Kapuzinerberg. nbo

Premiere: Ab Mitte Dezember hält der grenzüberschreitende Stadtbus auch bei der HPS auf dem Kapuzinerberg. nbo

Nadine Böni

Als der Stadtbus auf der Rheinfelder Spitalstrasse ins Rosengässchen abbiegt, zückt Urs Jost sein Smartphone und hält den Moment fotografisch fest. Schliesslich sei dieser ja historisch, befindet Jost. Seit Jahren setzt sich der Rheinfelder für eine Anbindung der Quartiere Engerfeld und Kapuzinerberg an den öffentlichen Verkehr ein – nun hat er sein Ziel erreicht: Ab dem Fahrplanwechsel am 13. Dezember bedient der Stadtbus «7312» jede Stunde die neuen Haltestellen Rosengässchen, Lichsweg, HPS (Heilpädagogische Schule) und Sonnenbergstrasse.

«Es handelt sich tatsächlich um ein langjähriges Anliegen, das nun realisiert wird», sagt auch Stadtrat Walter Jucker an der Pressefahrt. In den beiden Quartieren würden viele ältere Menschen wohnen, die sich eine Verbindung mit dem öV ins Städtli, zum Einkaufen, zu Ärzten oder kulturellen Veranstaltungen wünschten. Ideen für zusätzliche Busverbindungen seien aber immer aus Kostengründen gescheitert.

Keine Mehrkosten für die Stadt

Die jetzige Lösung verursacht der Stadt hingegen keine Mehrkosten. Der bereits im Halbstundentakt verkehrende, grenzüberschreitende Stadtbus wird einfach gesplittet. Der Bus, der stündlich um 17 nach ab der Unteren Marktgasse verkehrt, bedient die neuen Haltestellen. Der Bus, der stündlich jeweils um 13 vor bei der Unteren Marktgasse abfährt, verkehrt über die alte Linie zur Spitalstrasse, zum Regionalspital, Kohlplatz, Dianapark und zum Altersheim. Bis zur Haltestelle Stadtpark und ab der Haltestelle Post fährt der Bus wie gewohnt.

Die Bewohner im Kohlplatzquartier verlieren ihre halbstündliche Verbindung. «Das hat natürlich keine Jubelstürme ausgelöst, aber viele zeigten sich solidarisch mit den Bewohnern am Kapuzinerberg und im Engerfeld», so Walter Jucker.

Drei Jahre Versuchszeit

Die neue Linienführung ist zunächst auf eine Versuchszeit von drei Jahren ausgelegt. Die Akzeptanzkriterien stehen bereits. Auf Schweizer Seite werden derzeit mit der aktuellen Linienführung pro Werktag 1000 Fahrgäste gezählt. Diese Zahl soll nur marginal zurückgehen, damit der Fortbestand der neuen Linienführung gerechtfertigt ist. «Es liegt also an den Anwohnern, ob die neue Linie bleibt», sagt Jucker. Urs Jost wird ordentlich die Werbetrommel rühren. «Ich überlege noch, wie ich den genauen Fahrplan in den Quartieren bekannt machen kann», sagt er.

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