Sisseln
Bahnhofstrasse von Sisseln wird mit Belagdeckel abgedichtet

Eine Strasse sanieren geht ins Geld: In Sisseln wird die Bahnhofstrasse und die Leitungen saniert, was rund 2 Millionen Franken kostet. Die Gemeinde entscheidet im November über die Ausführung. Die Sanierung ist bitternötig.

Walter Christen
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Hier ist das Nebeneinander nicht immer einfach: Bahnhofstrasse in Sisseln mit Parkplatz der SwissCo (links) und der Fahrbahn ohne Trottoir, soll saniert werden. chr

Hier ist das Nebeneinander nicht immer einfach: Bahnhofstrasse in Sisseln mit Parkplatz der SwissCo (links) und der Fahrbahn ohne Trottoir, soll saniert werden. chr

Muss eine Strasse saniert werden und mit ihr die darunterliegenden Infrastrukturleitungen (Wasser, Abwasser und so weiter), so geht das ins gute Tuch: 2 Millionen muss zum Beispiel in Sisseln für die entsprechende Erneuerung der Bahnhofstrasse aufgewendet werden.

Im Gemeinschaftsraum des Werkhofs Innermatt wurde rund 40 interessierten Einwohnerinnen und Einwohnern, vor allem Besitzerinnen und Besitzer von Grundeigentum (Anstösser) im Bereich der Strasse, das Projekt präsentiert.

Beschlossen ist allerdings noch nichts. Denn der Gemeindeversammlung im November wird die Vorlage unterbreitet, erklärte Gemeindeammann Rainer Schaub.

Die technische Seite des Sanierungsprojekts wurde von Peter Hofmann, Bereichsleiter Bauingenieurwesen beim Büro Koch und Partner, Laufenburg, erläutert. Dabei stellte er in erster Linie die verschiedenen Pläne vor, damit sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer an der Informationsveranstaltung einen groben Überblick verschaffen konnten.

Hauptwasserleitung 100 Jahre alt

Auslöser der nun vorgesehenen Strassensanierung ist die über 100 Jahre alte Hauptwasserleitung. Sie muss ersetzt werden. In einem ersten Abschnitt geht es um das Auswechseln der Wasserleitung von der Kantonsstrasse 293 bis auf Höhe der SwissCo, ein führender Hersteller für hochwertige Pharmazeutika und Food Supplements.

Ein weitere Abschnitt reicht von der SwissCo bis zum Rehweg und von dort bis zum Zusammenschluss beim Bahnübergang. Insgesamt beträgt die Länge dieser Wasserleitung 900 Meter.

Was die Kanalisationsleitung anbelangt, so haben Untersuchungen mit dem Kanal-Fernsehen gezeigt, dass das Einziehen eines Inliners genügt. Das heisst, es wird in die bestehenden Leitung ein Kunststoffüberzug eingebracht.

Weniger lang, nämlich 400 Meter, ist die Ausbaustrecke der Strasse, wo es vor allem um die Kofferung geht, um die Fundationsschicht, die neu gemacht werden muss. Denn die Messung der Tragfähigkeit mittels Spezialfahrzeug hat aufgezeigt, dass die Sanierung fällig ist.

Wie Peter Hofmann erklärte, wird die Strasse dann ein wenig schmaler, was in der Diskussionsrunde zu verschiedenen Meinungsäusserungen führte.

«Angesichts des stärker gewordenen Lastwagenverkehrs auf dieser Strasse, darf sie nicht noch verengt werden. Ausserdem fehlt ein Trottoir zum Schutz der Fussgänger, vor allem Schulkinder. Der Gemeindeammann versicherte, das Anliegen werde noch geprüft.

Beim Strassenbelag ist die Situation so, dass während Jahrzehnten immer wieder neue Oberflächenbeläge aufgeschichtet wurden.

Aus Gründen des Umweltschutzes ist es – in Absprache mit dem Kanton – vernünftig, den Belag nicht überall auszubauen, sondern ihn nach oben verstärken. Ein Feinbelag soll am Schluss die Strasse abdichten.

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