Sisseln
Bahnhofstrasse soll saniert, 100-jährige Werkleitung ersetzt werden

Für den Strassenbau und neue Infrastrukturanlagen fallen Kosten von 2 Millionen Franken an. Am Donnerstag entscheidet die Gemeindeversammlung über die Investition. Der Steuerfuss von Sisseln soll bei 80 Prozent bleiben.

Von Walter Christen
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Ist-Zustand der Bahnhofstrasse in Sisseln, hier der nördliche Teil: Randabschlüsse fehlen und der Fahrbahnbelag ist teilweise nicht tragfähig. chr

Ist-Zustand der Bahnhofstrasse in Sisseln, hier der nördliche Teil: Randabschlüsse fehlen und der Fahrbahnbelag ist teilweise nicht tragfähig. chr

Strassen können jahrelang befahren werden. Aber irgendeinmal ist die Sanierung fällig. So verhält es sich mit der Bahnhofstrasse in Sisseln:
2 Millionen Franken muss die Gemeinde für deren Sanierung aufwenden, samt Erneuerung der Infrastrukturanlagen (Werkleitungen). Diesen Donnerstag entscheidet die Gemeindeversammlung über die Vorlage.

Bereits im Juni 2013 genehmigten die Stimmberechtigten den Projektierungskredit von 80 000 Franken. Die Pläne wurden Ende August dieses Jahres vorgestellt (die Aargauer Zeitung berichtete darüber).

Belag teilweise nicht tragfähig

Wie nun der Gemeinderat in seiner Botschaft an die Stimmberechtigten bemerkt, entspreche die Sissler Bahnhofstrasse nicht den Anforderungen an eine Erschliessungsstrasse. Er führt gleich mehrere Gründe ins Feld: Randabschlüsse fehlen, die Entwässerung ist nicht vorhanden und der Belag ist teilweise gar nicht tragfähig.

Auslöser der nun vorgesehenen Strassensanierung ist jedoch die mehr als 100 Jahre alte, rund 900 Meter lange Hauptwasserleitung, die ersetzt werden muss. Diese verläuft vom Bahnübergang bei der Station Sisseln bis zur Kantonsstrasse 292 und besteht aus Graugussrohren mit gestemmten Muffen.

Das Besondere an dieser Leitung: Sie versorgt nicht nur die Gemeinde mit frischem Trinkwasser, sondern sie dient zugleich als Ersatzleitung für das Industriegebiet (mit den Firmen DSM und Syngenta) und stellt den Löschschutz sicher.

Die neue Leitung kommt anderthalb Meter tief im Boden zu liegen, die bestehenden Hydranten werden ersetzt und die Hausanschlüsse im Zusammenhang mit dem Ersatz der Hauptleitung bis ausserhalb des Strassenbereichs erneuert und in einem Schutzrohr verlegt.

Nebst dem Strassenbau (Erneuerung der Fundation für 180 000 Franken sowie des Oberbaus für 640 000 Franken) und der neuen Hauptwasserleitung (850 000 Franken) ist auch noch die Instandstellung der Kanalisation (150 000 Franken) nötig. Eventuell müssen auch Hausanschlüsse saniert werden.

Der Kostenvoranschlag für «die neue Bahnhofstrasse» beläuft sich auf total 1,985 Millionen Franken.

Steuerfuss unverändert 80 Prozent

Zu verabschieden hat die Einwohner-Gemeindeversammlung ausserdem das Budget, welches auf einem unveränderten Steuerfuss von 80 Prozent basiert. Ferner soll der Wasserpreis von 80 Rappen pro Kubikmeter auf Fr. 1.20 angepasst werden. Der Gemeindeanteil an die Sanierung der Abwasserreinigungsanlage (ARA) in Bad Säckingen, wohin das Sissler Schmutzwasser geleitet wird, beträgt 161 000 Franken.