Zwischen diesem wuchtigen Komplex im Westen und dem Ronigerpark im Osten soll sich nach den Vorstellungen des Gemeinderats eine «nachhaltige Entwicklung» vollziehen, wobei auch der altehrwürdige Bahnhofsaal nicht ausgeklammert bleibt.

Dies deutete Stadtammann Franco Mazzi an, als er vor Vertretern des Gewerbevereins über aktuelle Projekte referierte (az vom Mittwoch). Er präsentierte auch einen «Strukturplan Bahnhof», ohne jedoch schon Details zu nennen. Allerdings zeigte er in groben Zügen, wohin die Reise gehen könnte.

Umsteigeort von regionaler Bedeutung

«Unser Bahnhof muss eine Visitenkarte für alle Gäste sein, die mit Bahn oder Bus nach Rheinfelden kommen», unterstrich Mazzi. Schliesslich verfüge die Stadt über ein Potenzial als Regionalzentrum, sei es in den Sektoren Wohnen, Tourismus, Gesundheit und allgemein Kurort. Das Bahnhofareal müsse als ein «attraktiver Umsteigeort von regionaler Bedeutung» klar dem öffentlichen Verkehr dienen.

Dass die vielfältigen Strukturen des Planungsgebiets einige Schwierigkeiten mit sich bringen, schloss der Stadtammann nicht aus. Eine «Qualitätsverbesserung» halte er für notwendig. Schliesslich sollten brachliegende Flächen einer Nutzung für Arbeit, Konsum und Wohnen zugeführt werden. Mazzi plädierte ferner für eine Aufwertung der Bahnhofstrasse, um eine optimale Anbindung der Altstadt zu erreichen. Und er riet, eine direkte Fusswegverbindung vom Kapuzinerberg ins Städtli attraktiver zu gestalten.

Dass eine Gestaltungsplanpflicht ins Auge gefasst wird, betonte er ausdrücklich. Angesichts verschiedener Grundeigentümer und «vieler Interessen» sah er nicht die Chance für einen Schnellschuss, sondern plädierte für «solide Planungsarbeit».

Dass schon eine Reihe von Grundlagen erarbeitet ist, ging aus der optimistischen Einschätzung von Mazzi hervor, dass diesen April der Gemeinderat die öffentliche Mitwirkung beschliessen und sie dann im Mai oder Juni durchführen könnte.