Hottwil

«Bären»-Inhaber stecken viel Herzblut in den Um- und Neubau: «Für uns war das ein Meilenstein»

Die historische «Bären»-Liegenschaft in Hottwil gewinnt mit dem modernen Anbau. Auch die Abläufe im Gastrobereich können optimiert werden. Am Tag der offenen Tür kam es zu einem Besucheransturm.

Alt und Neu gesellt sich gern. Ganz nach dieser Devise ist in Hottwil das traditionsreiche Gasthaus Bären um einen neuen Anbau erweitert worden. Auch im Bereich des historischen Gebäudes konnten ge­lungene Umbauten realisiert werden.

Es gibt in Hottwil mehr oder weniger strenge Regeln, was Neu- und Umbauten betrifft. Für die Inhaber vom Gasthof Bären, Gerhard und Esther Keller, war es eine grosse Herausforderung, den Umbau des historischen Gebäudes und den Erweiterungsbau der Liegenschaft in diesem Konsens zu realisieren und dabei auch den Ortsbildschutz einzuhalten.

Der Gewölbekeller kann per Lift erreicht werden

Dass es ihnen prächtig gelungen ist, davon überzeugten sich am Samstag viele begeisterte Besucher beim Tag der offenen Tür. Die Inhaberfamilie Keller war überwältigt vom Ansturm, wie sie betonten. Dass das Projekt gut gelingen und in rund eineinhalb Jahren fertiggestellt werden konnte, ist einerseits der umsichtigen Planung und andererseits der guten Zusammenarbeit mit den Behörden vor Ort und beim Kanton zu verdanken, wie Gerhard Keller berichtete. Ihm ist es eine Herzensangelegenheit, dass das Gasthaus, das weit über Hottwil hinaus einen ausgezeichneten Ruf geniesst, weiter Bestand hat und auch zukünftig ein vielfältiger Begegnungsort bleiben wird, wie er festhielt.

Man spürte förmlich, mit wie viel Herzblut die Kellers das Projekt schulterten. «Für uns war der Umbau ein Meilenstein», sagte Esther Keller. Vor allem im Bereich der Gastroabläufe hat sich viel verändert und verbessert, was ganz besonders die gelernte Köchin und Diätköchin Esther Keller freut. Die Küche des Restaurationsbetriebs wurde um eine moderne Abwaschanlage in einem separaten Raum erweitert. Eingebaut wurde ferner eine Kühl- und Tiefkühlzelle. Sie ist mit einer Wärmerückgewinnung ausgestattet. Ebenfalls wurde die Küche um einen Lagerraum erweitert.

Der Gewölbekeller, der bereits vor einigen Jahren ausgebaut wurde, kann seit dem jetzigen Umbau per Lift erreicht werden, der zudem alle Stockwerke im Alt- wie im Neubau verbindet. Auch wurden neue Toiletten, eine davon behindertengerecht, nahe dem Gewölbekeller eingebaut. Grosser Wert wurde allgemein auf eine energetische Sanierung gelegt.

Im Obergeschoss befindet sich ein Gästezimmer

Das historische Gebäude des heutigen Gasthaus Bären besteht seit 1539. Etliche Generationen lang war es im Besitz der Familie Keller. Es ist sogar das Elternhaus von Gerhard Keller. 1974 wurde es jedoch verkauft.

Seit 15 Jahren betreiben Gerhard und Esther Keller das Gasthaus Bären. Zunächst als Pächter, denn das Gasthaus war im Besitz einer Genossenschaft, die sich speziell zum Erhalt ge­gründet hatte. 2017 konnte das Pächterpaar die Liegenschaft erwerben und seitdem ist das Haus mit Wohlfühlcharakter wieder im angestammten Familienbesitz.

Im historischen Gebäudeteil wurden im Obergeschoss ein neues Gästezimmer mit Dusche und WC, ein Büro sowie ein Bügelzimmer geschaffen. Im bis dato ungenutzten Dachgeschoss, das komplett entkernt wurde, ist mit einem qualitativ hochwertigen Ausbau eine grosszügige Viereinhalb-Zimmer-Mietwohnung entstanden. Im Neubau wurden zwei Dreieinhalb-Zimmer-Wohnungen realisiert, die ebenfalls vermietet werden.

Meistgesehen

Artboard 1