Frick
Badi-Gäste ärgern sich über geschlossenen Kiosk

Der Schwimmbad-Kiosk in Frick hat auch in den Sommerferien nicht immer geöffnet – das verärgert die Kunden.

Nadine Böni
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«Es ist Freitagabend und schönes Wetter – aber der Badi-Kiosk hat zu.» Über dieses Bild ärgern sich die Gäste.

«Es ist Freitagabend und schönes Wetter – aber der Badi-Kiosk hat zu.» Über dieses Bild ärgern sich die Gäste.

Facebook

Auf Facebook ist der Ärger gross. In der Gruppe «Treffpunkt im Fricktal» nerven sich die User über den Kiosk im Fricker Schwimmbad. «Es ist Freitagabend und schönes Wetter – aber der Badi-Kiosk hat zu», schreibt jemand und versieht den Post mit vor Wut schnaubenden Smilies. «Für die Gäste ist das schade», ergänzt ein anderer, und: «Da muss dringend etwas geändert werden.» Grund für den Unmut sind die unregelmässigen Betriebszeiten des Badi-Kiosks.

Nicole Meier aus Hornussen ist eine der Wortführerinnen auf Facebook. «Ich bin selber schon angerannt und weiss auch von anderen Gästen, denen dasselbe passiert ist», sagt sie auf Nachfrage der az. Die Situation sei für die Badi-Gäste unbefriedigend, auch, «weil sie nie wissen, was sie antreffen», sagt Meier. «Mal hat der Kiosk offen, mal zu.» Sie schätze den Kiosk mit seinem Speiseangebot eigentlich als Treffpunkt für einen Schwatz oder für ein Feierabendbier – «das soll er auch in Zukunft sein», so Meier. Deshalb sucht sie über Facebook nun Mitstreiter. «Wenn ich sehe, dass viele Leute das ähnlich empfinden, werde ich das Gespräch mit dem Betreiber suchen.»

Bei schlechtem Wetter zu

Der Betreiber, das ist der Bözberger Gastronom Samuel Tobler. Er hat den Kiosk seit der Saison 2015 gepachtet. Tobler bestätigt, dass der Kiosk an weniger schönen Tagen zu bleibe. «Wenn wenig Kundschaft zu erwarten ist, verweisen wir auf das Angebot in der Cafeteria im Schwimmbad.» Dort werden Kaffee, kalte Getränke, Glace und Hotdogs angeboten.

Dass der Kiosk zu bleibe, sei aber nur an vereinzelten Tagen der Fall, betont Tobler. Es sei letztlich «ein wirtschaftlicher Entscheid». Und die Entscheidung falle nicht immer leicht. Gerade bei wechselhaften Wetterprognosen. Es habe deshalb sicher auch schon falsche Entscheidungen gegeben, sagt Tobler.

Vitamare-Geschäftsführer Paul Gürtler gibt zu, dass er mit der Situation «nicht 100 Prozent zufrieden» sei. Es sei aber genauso klar, dass ein Pächter wirtschaftlich denken müsse. Mit Tobler als Pächter ist man einen Kompromiss eingegangen: «Wir haben einen erfahrenen und guten Wirt. Dafür hat er die Freiheit, über die Betriebszeiten zu entscheiden», so Gürtler. Natürlich würde sich der Schwimmbad-Betreiber einen Pächter wünschen, der «jeden Tag von 9 bis 22 Uhr vor Ort» sei. «Das ist aber völlig unrealistisch», sagt Gürtler. Er und Samuel Tobler teilen einen Wunsch: Dass die Leute direkt mit ihnen das Gespräch suchen, statt sich auf Facebook zu beschweren.