Vitamare

Badespass im Winter: Wasser an Wochenenden deutlich wärmer

Betriebsleiter Paul Gürtler freut sich, dass wochentags jeden Vormittag das obligatorische Schulschwimmen im Hallenbad abläuft.ach

Betriebsleiter Paul Gürtler freut sich, dass wochentags jeden Vormittag das obligatorische Schulschwimmen im Hallenbad abläuft.ach

Samstags und sonntags heizt das Vitamare seine Fluten auf 31 Grad auf, was bei den Gästen gut ankommt. Trotz des allgemeinen Trends zum Energiesparen. Das Thema wird Energieeffizienz bleibt jedoch weiterhin aktuell.

Das Warmbade-Wochenende im Vitamare gibt es seit nunmehr drei Jahren; davor wurde von Oktober bis März nur jedes zweite Wochenende aufgeheizt. «Wir reagierten auf Wünsche unserer Gäste und bieten gerne diesen Service an», betont Betriebsleiter Paul Gürtler. Von November bis Ende Februar erreicht das Wasser im Schwimmbecken 31 Grad, wochentags sind es immerhin 29 Grad. An den bevorstehenden Weihnachts-und Neujahrsfeiertagen gilt jeweils zwischen 10 und 14 Uhr ebenfalls die erwärmte Phase.

Dass der Entscheid richtig war, an Wochenenden das Wasser aufzuheizen, belegt Gürtler an wenigen Zahlen. Kamen im Oktober, als das Wetter noch schöner war, total 663 Badegäste, waren es im November bereits 1317. Die statistische Auswertung des Betriebsleiters (doppelt so viele Eintritte wie an den Wochenenden ohne Warmwasser) war die Grundlage für den Entscheid der Gemeindebehörde, die Warmbadephase regelmässig durchzuführen.

Von Jung bis Alt

Ältere Leute beziehungsweise «Gesundheitsschwimmer» würden das warme Wasser schätzen, weiss Paul Gürtler. Und samstags gibt es regelmässig Baby- und Kleinkinderschwimmen, wobei die Teilnehmenden mindestens vier Monate und höchstens fünf Jahre alt sein dürfen. Dass Eltern dabei Hilfestellungen geben, liegt auf der Hand. «Für die Beliebtheit dieses Angebots spricht die Tatsache, das es derzeit sieben Kurse gibt», berichtet Gürtler. Erfahrene Leiterinnen sind Ursula Mohler und Rebecca Gmünder. Nachteilig wirkt sich das warme Wasser allerdings für das Training des Schwimmclubs aus.

Trotz des allgemeinen Trends zum Energiesparen hält Gürtler überhaupt nichts davon, das Warmbaden an Wochenenden abzuschaffen. «Die höheren Kosten bewegen sich zwischen 50 und 60 Franken; Dienstleistung darf durchaus auch etwas kosten», meint er und verweist auf einen technischen Kniff: Wenn am Sonntagabend Rückspülungen angesagt sind, um die Filter der Wasseraufbereitung zu reinigen, wird viel Frischwasser benötigt. «Da sinkt dann die Temperatur im Becken um 0,5 Grad pro Rückspülung.»

Bereits 2009 beschäftigte sich die Betriebsleitung mit Energieeffizienz. Es gab eine Dreifachverglasung und neue Dachisolation, Wärmerückgewinnung in den Duschen und Wärmeabsorber. Ferner erfolgte eine Umstellung der Heizungsanlage auf Gas. Unterm Strich beliefen sich die Investitionen auf rund 780000 Franken.

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