Laufenburg/Rheinfelden

Baby hat es eilig – es kommt im Ali-Baba-Taxi zur Welt

In einem Taxi von Ali Kücükbas kam am Wochenende ein Mädchen zur Welt.

In einem Taxi von Ali Kücükbas kam am Wochenende ein Mädchen zur Welt.

Am Wochenende kam auf dem Weg ins Spital Rheinfelden im Hardwald ein Mädchen zur Welt.

Ali Kücükbas fährt seit Jahren Taxi. Lange Zeit in Basel und nun seit zwei Jahren in Laufenburg. «Man kennt mich hier als Ali Baba», sagt er lachend – und so heisst auch sein Taxi-Unternehmen. Am frühen Sonntagmorgen wurde nun aus dem Ali- Baba-Taxi ein Geburtstaxi.

«Wir sind die Familie schon öfter gefahren», sagt Ali Kücükbas. «Sie gehört quasi zu den Stammkunden.» Vor einigen Wochen habe der Vater dann angerufen, gesagt, dass seine Frau schwanger sei und gefragt, ob wir sie dann ins Spital fahren können, wenn es so weit ist. «Ich habe ihm versichert, dass wir rund um die Uhr erreichbar sind», so Kücükbas.

Tatsächlich klingelte das Telefon nun am frühen Sonntagmorgen nach 5.30 Uhr, wie der Taxiunternehmer sagt. Seine Tochter übernahm die Fahrt – und holte den Vater, die werdende Mutter und eine Kollegin in der Laufenburger Altstadt ab. «Die Frau hatte schon starke Wehen und musste teilweise getragen werden», so die Tochter. Dennoch trat sie mit ihren Fahrgästen die Fahrt in Richtung Spital Rheinfelden an.

Baby erblickt Licht der Welt in Taxi

Baby erblickt Licht der Welt in Taxi

Zwischen Laufenburg und Rheinfelden kam ein Kind auf dem Weg ins Spital zur Welt. Der Taxifahrer berichtet, wie die hochschwangere Passagierin ihr Baby in seinem Auto gebar.

Geburt innert weniger Minuten

«Eigentlich sollte das Kind erst am 13. Februar auf die Welt kommen», so die Taxifahrerin. «Vielleicht haben die Eltern deswegen die Wehen etwas unterschätzt.» Jedenfalls platzte bereits im Hardwald während der Fahrt die Fruchtblase – «und nur wenig später hörte ich die ersten Schreie des Babys», so die Fahrerin weiter. Sie habe wegen der starken Wehen ohnehin bereits mit dem Spital telefoniert.

Beim Park + Pool-Parkplatz vor der Autobahneinfahrt Eiken habe sie dann angehalten und einen Krankenwagen dorthin beordert. «Es war ein Glück, dass die Geburt noch vor der Autobahn passiert ist. Der Krankenwagen, der in Eiken stationiert ist, war umgehend vor Ort.»

Dass einem so etwas passiert, darauf könne man sich nicht vorbereiten, sagt die Taxifahrerin. «Für mich war es in diesem Moment am wichtigsten, dass sich schnell jemand um das kleine Mädchen kümmern konnte.»

Dies gelang: Sowohl dem Baby als auch der Mutter geht es gut, wie der Vater gegenüber der AZ bestätigt. «Wahrscheinlich kommen beide am Mittwoch nach Hause.» Klar ist auch schon wie: Das Ali-Baba-Taxi ist bereits reserviert. «Und natürlich werden wir der Familie diese Fahrt offerieren», sagt Ali Kücükbas.

Autor

Marc Fischer

Marc Fischer

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