Kartengrüsse
az-Leser schrieben aus Tokio und Schwaderloch

Wer Handy und Laptop besitzt, schreibt keine Ansichtskarten. Dieser oft geäusserten Meinung widersprechen az-Leserinnen und Leser aus dem Fricktal.

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Werner Hostettler freut sich über die vielen, aus aller Welt eingetroffenen Postkartengrüsse. zg

Werner Hostettler freut sich über die vielen, aus aller Welt eingetroffenen Postkartengrüsse. zg

Als ihr der az-Mitarbeiter Werner Hostettler vor Jahresfrist ein Kompliment für die verkaufsfördernde Präsentation der Zeitung machte, stellte eine junge Kioskleiterin aus dem oberen Fricktal fest: «Die az Aargauer Zeitung ist wirklich sehr beliebt, schön wärs, wenn beispielsweise auch die Ansichtskarten dermassen gefragt wären.»

Das Gespräch endete schliesslich mit einer Wette; die Kioskfrau war sich sicher, dass im digitalen Handyzeitalter kaum noch einer zum Kugelschreiber greife und eine Ansichtskarte aus dem Urlaub sende. Hostettler hielt dagegen, dass monatlich mindestens ein von Hand geschriebener Feriengruss in seinen Briefkasten flattere, er also bis Ende 2010 auf jeden Fall deren zwölf an die «Gruss-Wand» kleben könne.

Auf az-Leser ist Verlass

Das Jahr ist um, und von der Wand grüssen nicht nur zwölf, sondern über deren dreissig Postkarten. Die az-Leserinnen und Leser aus dem oberen Fricktal schätzen es also nicht nur, täglich umfassend aus ihrer Region informiert zu werden, auf sie ist auch Verlass. Oder anders gesagt, was sie versprechen, das halten sie auch.

So trafen im Laufe des Jahres nicht nur farbenprächtige und zum Entspannen anregende Kartengrüsse (notabene alle handgeschrieben) aus Graubünden, dem Berner Oberland, Wallis und Tessin ein, sondern beispielsweise auch aus Tirol, dem Vinschgau, der Toscana, der südlichen Bretagne, Italien, Grossbritannien, Deutschland und Dänemark. az-Abonnentin Silvia schickte einen Gruss vom nördlichsten Punkt Europas, dem Nordkap. Das Ehepaar Maria und Konrad einen solchen von weit unten aus dem Süden, nämlich von der griechischen Insel Kefalonia.

Liebe Grüsse von fern – und nah

Von «etwas weiter weg» kam der Gruss von Studentin Manuela, sie schrieb aus Tokio: «Sehr aufregend hier, viele Leute, hohe Gebäude und immer alles in Bewegung.» Von einer anderen und äusserst lebhaften Metropole traf auch ein Kartengruss ein, nämlich aus Beijing. Was den Eisenbahnfan Hostettler dabei ganz besonders freute, ist die imposante und aus der Luft eher an ein Fussballstadion erinnernde Beijing South Railway Station.

Aber auch von der anderen Seite der Erdkugel trafen Grüsse in Frick ein, so beispielsweise aus der Stadt des Tangos, Buenos Aires, und aus Recife in Brasilien. Ein Ehepaar verbrachte seinen Urlaub am Roten Meer, ein anderes war auf Wildlife Safari in Ostafrika. Und da ist auch noch der ganz spezielle Kartengruss einer az-Leserin aus Schwaderloch: «Ihre Freude an Ansichtskarten bewegt mich, Ihnen einen lieben Gruss aus der letzten Fricktaler Gemeinde zu senden.» (AZ)