Laufenburg
Ausstellung zeigt den Weg des Stroms – von der Quelle bis zur Steckdose

Die Ausstellung im Besucherhaus des Kraftwerks Laufenburg aus Anlass des 100-Jahr-Jubiläums ergänzt und modernisiert. Ein Rundgang kommt einer Zeitreise gleich - und zeigt zugleich, wie der Strom vom Produzenten zum Konsumenten kommt.

Walter Christen
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Die Ausstellung im Kraftwerk Laufenburg
8 Bilder
Ausstellung im Besucherhaus
Kraftwerkmodelle in der Ausstellung
Maschinensteuerungen von anno dazumal
Modell Straflo-Turbine
Modell Francis-Turbine
Hier war ein Biber am Nagen
Energiedienst und die Natur

Die Ausstellung im Kraftwerk Laufenburg

Walter Christen

Das Kraftwerk Laufenburg nutzt das Wasser des Rheins seit 100 Jahren zur Stromgewinnung. Aus Anlass des Jubiläums fand gestern Mittwoch nicht nur ein Festakt statt und das Wehr wurde als Fussgängerverbindung für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht (die az berichtete), auch die Ausstellung im Besucherhaus wurde ergänzt und auf den neusten Stand gebracht.

Energiedienst: Strom für die Region

Die Energiedienst Holding AG mit Sitz in Laufenburg verfügt mit ihrer Gruppe über ein regionales Profil. Das Unternehmen trägt die Verantwortung für die Versorgung von 750 000 Menschen mit elektrischer Energie und unterhält dafür ein komplexes System mit 40 000 Strommasten, 7900 Kilometern Erdkabel, 5100 Kilometer Freileitungen sowie 3400 Transformatoren und 22 000 Schaltgeräten - damit Strom rund um die Uhr zu den 245 000 Privat- und Gewerbekunden fliesst sowie zu den 17 000 Geschäftskunden und den 43 Weiterverteilern. (chr)

Exklusiver Blick in die Ausstellung

«Teile der bisherigen Ausstellung wurden mit neuen Elementen verbunden und integriert. Zwei Modelle sind jetzt in der Mitte des Raums zentral platziert, damit sie gut zur Geltung kommen. Es handelt sich um die Darstellung des Ausbaustandes von 1929 bis 1960 und des Umbaus von 1989 bis 1994, wie sich die Kraftwerkanlage heute präsentiert», führte Alexander Lennemann, Leiter Kommunikation bei der Energiedienst Holding AG, gegenüber der Aargauer Zeitung aus, die gestern Mittwoch exklusiv einen Blick in die Ausstellung werfen konnte.

Ein Teil der Ausstellung ist dem grossen Engagement von Energiedienst für die Natur gewidmet, und so steht jetzt auch ein Holzstamm, den ein Biber mit seinen Zähnen bearbeitet hat, im Raum.

Der Rundgang durch die Ausstellung gleicht auf der einen Seite einer Zeitreise von der Pionierzeit der Nutzung elektrischer Energie bis zur modernen Kraftwerkanlage und zeigt auf der anderen Seite den Weg des Stroms von der Quelle bis zur Steckdose.

Denn für die Gewinnung elektrischer Energie werden viele Quellen genutzt, die in Bächen und Flüssen münden. Am Hochrhein bildet das Kraftwerk Laufenburg eine von 11 Staustufen, an denen mit der Kraft des Wassers Strom erzeugt wird.

Wer sich die Ausstellung ansieht, was beispielsweise am kommenden Sonntag im Rahmen des Familientages von 10 bis 17 Uhr für jedermann möglich sein wird, kann den Weg des Wassers von der Quelle weiter verfolgen und sehen, dass 10 moderne Straflo-Turbinen das Herzstück des Kraftwerks Laufenburg bilden.

In einem Modell im Massstab 1:10 wird gezeigt, wie das Wasser die Laufräder der Turbinen in Bewegung setzt, an deren Aussenring der drehende Teil des Generators angebracht ist. Wie bei einem Dynamo am Velo wird dort die Bewegungsenergie in Strom umgewandelt. Über die Hochspannungsleitungen wird der Strom in alle Richtungen verteilt und bis zur Steckdose herunter transformiert.

Das Kraftwerk Laufenburg produziert etwa ein Prozent des in der ganzen Schweiz erzeugten Stroms und kann 198 000 Haushalte versorgen.