Eiken
Ausstellung «100 Jahre – 100 Bilder» von «Maler Karli»

Auf grosses Interesse stösst die 100-Jahr-Erinnerungsausstellung von Karl Rudolf Schwarb in Eiken. Das Gemeindehaus, wo die Vernissage stattfand, hat sich in eine Galerie verwandelt.

Peter Schütz
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Marc Philip Seidel an der Vernissage in Eiken mit dem neuen Kunstbuch «100Jahre - 100 Bilder», das auch im Buchhandel erhältlich ist. – Foto: psc

Marc Philip Seidel an der Vernissage in Eiken mit dem neuen Kunstbuch «100Jahre - 100 Bilder», das auch im Buchhandel erhältlich ist. – Foto: psc

65 Bilder des 1999 verstorbenen Ehrenbürgers Karl Rudolf Schwarb von Eiken geben einen Eindruck von dessen malerischen Qualitäten. Der Grossteil der ausgestellten Werke besteht aus landschaftlichen Darstellungen aus dem Fricktal. Auch einige bäuerliche Szenen und Dorfansichten gibt es darunter zu sehen.

Natur auf Leinwand gebannt

Die Gemeinde Eiken sei stolz, Werke von Karl Rudolf Schwarb im Gemeindehaus ausstellen zu dürfen, sagte Gemeindeammann Peter Balzer an der Vernissage: «Die Bilder von Maler Schwarb – oder ‹Maler Karli›, wie er im Dorf genannt wurde – zeugen von handwerklichem Können und Freude an der Natur.» Der Maler habe «in tiefer Ehrfurcht vor der Schöpfung und der Natur ihre Schönheit auf Leinwand verewigt».

Gemeindeammann Balzer weiter: «Schwarb hat die idyllische Umgebung auf sich wirken lassen und hat mit einer topografischen Genauigkeit gearbeitet.» Er forderte die Gäste auf, die Bilder von «Maler Karli» auf sich wirken und deren Faszination aufleben zu lassen.

Gelegenheit dafür ist noch bis zum 21. November während der Öffnungszeiten des Gemeindehauses. Zu sehen sind mehrere Bilder von der Sissle und Landschaften mit Kornfeld. Dazwischen befinden sich Stillleben, ein Bauernpaar auf einem Feldweg, zwei Darstellungen von Pferdegespannen, auch die Schmiede von Eiken hat sich Karl Rudolf Schwarb zum Motiv genommen. Auf den meisten Bildern herrscht ein helles, freundliches Licht. Schwarb hat es gut verstanden, die Idee des Impressionismus in seiner Heimat im Fricktal umzusetzen.

Ansprachen und Musik

Die Ausstellungseröffnung fand in feierlichem Rahmen mit weiteren Ansprachen und musikalischen Beiträgen statt. Letztere übernahm ein spontan zusammengesetztes Trio, bestehend aus Ruth Eggimann, Katharina Leimgruber und Regula Gessler. Claudia Bieder, Schwarbs Enkelin, sang dessen Lieblingslied «Die alten Strassen», das sie als Mädchen mit ihm oft gesungen hat. Die Instrumental-Klavierbegleitung war extra noch dafür komponiert worden.

Werner Bieder, ein Schwiegersohn von Schwarb, sowie Marc Philip Seidel, Verleger, Kunsthistoriker und ein Freund der Familie, hatten gemeinsam die Ausstellung konzipiert. Seidel zeichnete überdies für sämtliche zur Jubiläumsausstellung erschienenen Publikationen verantwortlich: Kunstkarten, Kunstdrucke, ein Kalender und als Prunkstück das aufwendig gestaltete Kunstbuch «100 Jahre – 100 Bilder».