Rheinfelden
Aussstellung: Jugendliche holen Polarlichter und Fjorde in die Schule

Schüler der Sekundarklasse 2b haben in der Kreisschule Unteres Fricktal das «Skandinavien-Projekt» ins Leben gerufen. Die Ausstellung über Skandinavien findet auch bei anderen Klassen Anklang.

Nadine Pfeifer
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Die Klasse 2B der Kreisschule Unteres Fricktal mit ihrem Klassenlehrer Bernard Ebenho.

Die Klasse 2B der Kreisschule Unteres Fricktal mit ihrem Klassenlehrer Bernard Ebenho.

Nadine Pfeifer

Das Skandinavien-Projekt der Sekundarklasse 2b bringt Leben in die Mediathek der Kreisschule Unteres Fricktal. Die Klasse hat in der Bibliothek Poster und Bilder über skandinavische Länder, deren Kulturen und Geschichte aufgehängt.

Die Ausstellung, die seit Dezember in der Mediathek zu sehen ist, stiess auf so viel Anklang, dass der Klassenlehrer Bernard Ebenho sogar um Führungen gebeten wurde. Das taten die Schüler gerne. Acht andere Klassen haben sie durch ihre Ausstellung geführt, ihnen die Poster erklärt und eine Powerpoint-Präsentation vorgestellt.

Klassenzusammenhalt gestärkt

Das Thema Skandinavien ergab sich aus dem Lehrplan in den vom Klassenlehrer unterrichteten Fächern. Skandinavien lässt sich gut in das Oberthema Europa des Geografieunterrichts einbetten. Die Wikinger konnten im Geschichtsunterricht behandelt werden und fanden grossen Anklang bei der Klasse.

Im Deutschunterricht befasste man sich mit den berühmten Autoren Skandinaviens – wie Enid Blyton, Astrid Lindgren oder Henning Mankell. Dabei haben sie vieles gelernt und aufgenommen. Ein Schüler erzählt: «Vorher habe ich gemeint, Columbus wäre der erste in Amerika gewesen und habe gar nicht an die Wikinger gedacht.» Auch berühmte Persönlichkeiten wie die Band Abba oder Discjockey Avicii haben Eindruck auf die Schüler gemacht.

Vier Wochen hat die Klasse mit Vorbereitungen verbracht. Die elf Jungs und elf Mädchen haben je eines, einige sogar zwei Poster gestaltet. Dabei hat man sich immer wieder auch gegenseitig ausgeholfen und Rücksprache mit dem Klassenlehrer genommen.

Dem Klassenzusammenhalt hat das gutgetan. Einander unterstützen zu müssen, zusammen zu arbeiten und die Themen fair zu verteilen, ist der Klasse gut gelungen. Bernard Ebenho ist den Schülern dabei unterstützend zur Seite gestanden, ist mit ihnen die Texte durchgegangen und hat ihnen das Recherchieren nähergebracht.

Er erklärt: «Selber zu entdecken, wird immer wichtiger als Abwechslung zum Frontalunterricht.» Diese Abwechslung ist bei der Klasse trotz anfänglicher Skepsis gut angekommen. Die Frage: «Müssen wir wirklich so ein dickes Buch lesen?», wich rasch der Frage: «Können wir bald wieder ein Projekt machen?» Das ist nicht ausgeschlossen. Nächstes Jahr würde sich gemäss Lehrplan das Thema Afrika anbieten.

Für eine Schulreise zu kalt

Wenn sie sich überlegen, welches Land sie gerne bereisen würden, schwärmen die Jugendlichen von den Polarlichtern, den Papageientauchern in Island, den Fjorden in Norwegen und dem Angeln in Alaska. Auf der Abschlussreise in ein paar Jahren wollen sie dann allerdings lieber an einen wärmeren Ort als Skandinavien.