Laufenburg
Aussergewöhnlicher Fund aus Mittelalter im Laufenburger Siechenbifang

Am Rande des Baugebiets Rhypark – in der Flur Siechenbifang – hat die Kantonsarchäologie einen spektakulären Fund gemacht. Die Gefässe stammen aus dem Spätmittelalter und werden nun untersucht und inventarisiert.

Marc Fischer
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In der Kellerverfüllung fanden die Archäologen zahlreiche Keramikgefässe.Kantonsarchäologie Aargau

In der Kellerverfüllung fanden die Archäologen zahlreiche Keramikgefässe.Kantonsarchäologie Aargau

Kantonsarchäologie Aargau

«Die Qualität und der Zustand der Gefässe ist für den Kanton Aargau einzigartig», schwärmt Kantonsarchäologe Georg Matter. Beim Fundkomplex handelt es sich um Schröpfköpfe, Töpfe, Gefässe und Ofenkacheln aus dem 15. Jahrhundert. Entdeckt wurden sie am Rand des Baugebietes Rhypark in unmittelbarer Nähe der römischen Töpferöfen.

Keller des Siechenhauses?

«Wir gehen zum jetzigen Stand davon aus, dass es sich bei dem Keller, in dem wir die Gegenstände gefunden haben, um den Keller des ehemaligen Siechenhauses handeln könnte», so Georg Matter. Weitere Untersuchungen sollen Klarheit bringen. Man werde versuchen, den Verdacht mit alten Plänen und Zeichnungen abgleichen. Beim Fundmaterial handelt es sich um Alltagsgegenstände. Matter hat derzeit den Verdacht, dass sie im Keller entsorgt wurden.

Klar ist bereits, dass das «spektakuläre Fundmaterial» bei der Kantonsarchäologie weiter untersucht, inventarisiert und für die Nachwelt erhalten bleibt. Der Keller selber kann nicht erhalten werden, da schon bald die zweite Phase der Überbauung Rhypark in Angriff genommen werden soll.

Ideal für das Gedenkjahr

Der Fund kommt zum idealen Zeitpunkt – unmittelbar vor dem Jubiläumsjahr «Gedenken 1415 – Die Eidgenossen kommen». In Ausstellungen und Begleitprogrammen an den Standorten des Museum Aargau und in den Regionen des Kantons sollen die 1415 ausgelösten Veränderungsprozesse und ihre Folgen beleuchtet werden. So plant laut Georg Matter auch das Laufenburger Museum Schiff eine spezielle Ausstellung. «Dank dem neuesten Fund hat das Museum sehr viel spektakuläres Fundmaterial, das es im kommenden Jahr zeigen kann», so der Kantonsarchäologe.

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