Eiken
Aushubdeponie auf 2000 Aren geplant – 30 Grundeigenütmer werden entschädigt

Die Auffüllgesellschaft Münchwilen-Sisseln will in Eiken einen Standort für die Entsorgung von sauberem Aushub realisieren.

Dennis Kalt
Merken
Drucken
Teilen
Freuen sich auf die Aushub-Deponie: Vizeammann Christoph Aebi, AGSMGeschäftsführer Daniel Challandes und Gemeinderat Ingo Anders.

Freuen sich auf die Aushub-Deponie: Vizeammann Christoph Aebi, AGSMGeschäftsführer Daniel Challandes und Gemeinderat Ingo Anders.

Dort, wo Wohnungen gebaut und Leitungen verlegt werden, fällt Aushub an, der entsorgt werden muss. Momentan besteht jedoch ein Ungleichgewicht zwischen der Menge an Aushubmaterial und den Ablagerungsmöglichkeiten im Fricktal. Dies konstatiert auch der Geschäftsführer der Auffüllgesellschaft (AGSM) Sisseln-Münchwilen Daniel Challandes. «Aufgrund der mangelnden Ablagerungsmöglichkeiten in der Region müssen grosse Transportdistanzen in Kauf genommen werden. Dies führt zu einer Belastung für den Verkehr und die Umwelt.»

Laufzeit beträgt 9 bis 15 Jahre

Die AGSM will deshalb Nägel mit Köpfen machen: Sie plant mit dem Projekt «Chremet Plus» in Eiken einen Deponie-Standort. «Dort können in einer Laufzeit von 9 bis 15 Jahren rund 2,1 Millionen Kubikmeter sauberes Aushubmaterial aufgefüllt werden», sagt Challandes, der davon ausgeht, dass die neue Aushubdeponie Anfang 2021 in Betrieb genommen wird.

Doch wieso wurde gerade das Gebiet Chremet als Standort für eine Aushubdeponie ausgesucht? «Das Gebiet erfüllt für eine Aushub-Deponie fast sämtliche Kriterien nach dem Leitfaden des Kantons», sagt Challandes. Christoph Aebi, Vizeammann von Eiken, ist von der geplanten Aushub-Deponie überzeugt. Er sagt: «Das Gelände ist dreiseitig vom Wald umgeben und kaum einsehbar. Die nächstgelegene Wohnzone liegt 750 Meter entfernt.» Ebenso würden die Radroute und die Wanderwege im «Chremet» nicht vom Projekt tangiert werden. Zudem habe der Standort, der sich in der Nähe zur Autobahn befindet, verkehrstechnisch einen guten Anschluss.

«Durch den Betrieb der Aushubdeponie in Eiken wird es lokal zu keiner bemerkbaren Zunahme des Verkehrs kommen», sagt Challandes. Die Auffüllgesellschaft rechnet mit rund 4000 Hin- und Rückfahrten zu den Baustellen pro Jahr. Dies entspricht rund 18 Fahrten am Tag.

Das Areal, auf dem die Deponie geplant ist, befindet sich derzeit im Besitz von 30 Grundeigentümern. Challandes beschreibt die erste Reaktion der Grundeigentümer, die kürzlich zu einer Informationsveranstaltung eingeladen wurden, als positiv. Dennoch stehen die Gespräche für die privatrechtliche Sicherung des Projekts in einigen Wochen noch bevor. «Stellt sich nur ein Grundeigentümer quer, verunmöglicht uns dies die Umsetzung des Projekts», sagt Challandes.

Aebi ist jedoch zuversichtlich, dass dies nicht so kommen wird, denn: «Die Qualität des dortigen Landwirtschaft- und Ackerlandes ist schlecht. Durch die Aufschüttung kommt es zu einer Aufwertung, was das Ertragspotenzial für die Grundeigentümer erhöht.» Zudem erhalten die Grundeigentümer unter anderem eine Entschädigung von zwei bis drei Franken pro aufgefüllten Kubikmeter an Aushub-Material.