Münchwilen
Ausgefallener Sportanlass im «Freaktal»: Stiefelwurf stärkt die Einheit im Dorf

Beim ersten Stiefel-Weitwurf-Wettkampf in Münchwilen traten 22 Teams gegeneinander an. Organisiert wurde der Wettbewerb, der wohl erstmals so im Aargau durchgeführt wurde, von einem siebenköpfigen OK, bestehend aus ehemaligen und aktiven Münchwiler Feuerwehrangehörigen.

Horatio Gollin
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Stiefel-Weitwurf Impressionen vom Mannschafswettkampf des Stiefel-Weitwurfs in Münchwilen.
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Stiefel-Weitwurf Impressionen vom Mannschafswettkampf des Stiefel-Weitwurfs in Münchwilen.
Stiefel-Weitwurf
Stiefel-Weitwurf Impressionen vom Mannschafswettkampf des Stiefel-Weitwurfs in Münchwilen.
Stiefel-Weitwurf Impressionen vom Mannschafswettkampf des Stiefel-Weitwurfs in Münchwilen.
Stiefel-Weitwurf Impressionen vom Mannschafswettkampf des Stiefel-Weitwurfs in Münchwilen.
Stiefel-Weitwurf Impressionen vom Mannschafswettkampf des Stiefel-Weitwurfs in Münchwilen.
Stiefel-Weitwurf Zuschauer bei der Siegerehrung.
Stiefel-Weitwurf OK-Präsident Mike Bosshard zeigt den gläsernen Stiefel für den besten Werfer.
Stiefel-Weitwurf Von links: "Pokale" für den besten Werfer, die drittplatzierte, die zweitplatzierte und die erstplatzierte Mannschaft.
Stiefel-Weitwurf Siegerehrung (von links): Florians Rote Hähne auf dem zweiten Platz, MRM2 auf dem ersten Platz und die Alten Knochen auf dem dritten Platz.
Stiefel-Weitwurf Bester Werfer Walter Käch.
Stiefel-Weitwurf Bester Werfer Walter Käch.

Stiefel-Weitwurf Impressionen vom Mannschafswettkampf des Stiefel-Weitwurfs in Münchwilen.

Horatio Gollin

Münchwilen wurde am Samstag Austragungsort einer ganz speziellen Sportdisziplin: dem Stiefel-Weitwurf. Organisiert wurde der Wettbewerb, der wohl erstmals so im Aargau durchgeführt wurde, von einem siebenköpfigen OK, bestehend aus ehemaligen und aktiven Münchwiler Feuerwehrangehörigen.

Das Ziel: Den Stiefel möglichst weit zu werfen. Dabei gibt es verschiedene Wurftechniken: Ein Teilnehmer wirft den Stiefel mit aller Kraft über die Schulter, ein anderer schleudert ihn von unten und der nächste dreht sich wie beim Kugelstossen. Da die Gummistiefel eher eigenwillige Flugeigenschaften aufweisen, bedarf es einiges an Übung, um einen gelungenen Wurf zu schaffen.

Mancher Stiefel landet ausserhalb der Feldmarkierungen, woraufhin der Wurf vom Wettkampfrichter mit einem «Out» für ungültig erklärt wird. Damit die Zuschauer nicht von Stiefeln getroffen werden, sichern zwei Fussballtore auf beiden Seiten der Werfer die Zone.

«Ob es schwierig ist? Man muss einfach eine Technik finden, die dann klappt», meint Sibylle Winter nach ihrem Wurf. «Es ist lustig und stärkt die Einheit im Dorf.» Das Interesse an dem ungewöhnlichen Sport reicht über die Gemeindegrenzen hinaus. Die zahlreichen Besucher kommen aus der ganzen Region, geniessen Füürwehrwurst oder Steak zur Partymusik der Swiss Joy Band oder schliessen sich einem der 22 Teams an.

Unterschiedliche Gewichte

OK-Präsident Mike Bosshard vom Feuerwehrverein Münchwilen erklärt, dass Männer Stiefel der Grösse 43 mit einem Gewicht von einem Kilogramm und Frauen einen Stiefel der Grösse 38 mit 700 Gramm werfen. Wie der Gummistiefel geworfen wird, bleibt den Werfern überlassen. Dreimal wirft jeder Sportler der dreiköpfigen Teams. Der jeweils beste Wurf geht in die Mannschaftswertung ein. Die fünf besten Werfer treten dann wieder mit drei Versuchen im Stechen um den weitesten Wurf gegeneinander an.

Das Team MRM2 erringt letztlich den ersten Platz mit einer Wertung von 62,63 Metern vor dem zweitplatzierten Team Florians Rote Hähne (58,89 Meter) und den Alten Knochen (58,74), die nur knapp auf dem dritten Platz landen. Walter Käch vom Gewinner-Team MRM2 kann zudem einen gläsernen Stiefel als bester Werfer entgegennehmen.

Käch ist Sportlehrer und kommt aus Münchwilen. Er erklärt, dass Diskuswerfen sein Hobby ist und er die Technik auf den Stiefel-Weitwurf übertragen hat. Zuvor hatte er mit einem Freund ausprobiert, welches die beste Technik ist. OK-Präsident Bosshard ist auch zufrieden: «Wir sind wirklich sehr positiv überrascht.»