Gastronomie

Aus «Post» wird «Pöstli»: Neuer Wirt für das Münchwiler Restaurant

Neuer Wirt gefunden: Das Restaurant Post in Münchwilen.

Neuer Wirt gefunden: Das Restaurant Post in Münchwilen.

Im «Pöstli zum Mönch» wie das Restaurant in Zukunft heissen wird, kehrt neues Leben ein und gutes Essen: Wie bei Grossmuttern.

Neuer Name, neuer Wirt, neues Angebot. Wenn das Restaurant im Fricktaler Dorf Münchwilen Ende Mai wieder eröffnet, wird vieles anders sein. Im Februar hatte der bisherige Wirt Fabio Clausi angekündigt, das Restaurant Post zu verlassen. Die Pizzeria schloss nach knapp drei Jahren. Die Ortsbürgerstiftung, seit 2016 Besitzerin des Gebäudes, suchte seither nach einem neuen Pächter. Und hat ihn nun nach wenigen Wochen gefunden. «Ich bin erfreut darüber, wie schnell es geklappt hat», sagt Bruno Tüscher, Gemeindeammann und Mitglied des Verwaltungsrates der Stiftung. «Es ist schön, dass das Restaurant bald wieder aufgeht.»

Ralph Scherz heisst der neue Wirt. Und das Restaurant heisst ab sofort «Pöstli zum Mönch». Im Logo ist ein wohlbeleibter Mönch samt Bierhumpen zu sehen. «Das passt sowohl zur Gemeinde als auch zu mir», erklärt der gelernte Koch mit einem Lachen. Zur Gemeinde, weil im Münchwiler Wappen ebenfalls ein Mönch abgebildet ist und zu ihm, weil «mein Bauch ungefähr den gleichen Umfang hat.» Der Bierhumpen im Logo ist ausserdem auch kein Zufall. Bier- und Weinkultur sollen grossgeschrieben werden. Daneben plant Scherz, seine Gäste mit «Essen wie bei der Grossmutter» zu verwöhnen, wie er sagt. Will heissen: Ragouts, Schmorgerichte oder Eingemachtes, wo möglich immer aus regionalen und frischen Produkten.

Ralph Scherz ist seit Jahrzehnten in der Gastronomie tätig. Der gebürtige Berner Oberländer kommt eigentlich aus der gehobenen Küche, hat in mehreren hochklassigen Hotels gearbeitet. Auch ins Ausland hat ihn seine Kochkarriere geführt. «Ich war unter anderem längere Zeit in Asien», so Scherz. Das soll sich ab und zu auch auf den Tellern im «Pöstli zum Mönch» zeigen. «Ich plane eine eher kleine feste Speisekarte – dafür mit regelmässig wechselnden Spezialitäten», so Scherz. Dazu gehören saisonal auch Wildgerichte. «Das ist eine grosse Leidenschaft von mir», sagt Scherz.

Der Schritt nach Münchwilen ist für ihn auch ein Schritt zurück zu den Wurzeln, dem Kochen. «Ich bin Koch mit Leib und Seele. Meine Küche soll ehrlich und einfach, aber auf einem guten Niveau sein», sagt er. Die Vorbereitungen für die Neueröffnung am 29. Mai laufen derzeit auf Hochtouren. «Trotz der riesigen Herausforderungen, vor die uns die Coronakrise stellt, freue ich mich sehr auf den Start und blicke zuversichtlich in die Zukunft», so Scherz.

Autor

Nadine Böni

Nadine Böni

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