Storchenstation Möhlin

Aus einer spontanen Idee wurde Realität: Vogelschutzverein hat 500 Kinderbücher gedruckt

Die Buch-Macherinnen: Barbara Saladin (l.) und Trix Hahn.

Die Buch-Macherinnen: Barbara Saladin (l.) und Trix Hahn.

Natur- und Vogelschutzverein bringt das Buch «Bianca und Pico» heraus – es soll Kindern einen Einblick in die Storchenstation geben.

Es war eine spontane Idee. Bei einem Morgenspaziergang fragte Bruno Gardelli, Leiter der Storchenstation Möhlin, seine Partnerin Barbara Saladin, was sie davon halten würde, ein Kinderbuch über die Storchenstation zu schreiben. Saladin war von der Idee begeistert. Der Natur- und Vogelschutzverein Möhlin (NVM) stimmte der Lancierung des Projekts zu.

Rund ein dreiviertel Jahr nach der Idee ist zum 50-Jahr-Jubiläum der Storchenstation Möhlin das 48-seitige Buch «Bianca und Pico» – entstanden. Eigentlich, so Saladin, sollte das Buch nur halb so dick werden. Doch den Störchen und Vögeln, die in der Wildtierstation gepflegt werden, Leben einzuhauchen, ihnen einen Charakter zu geben, habe ihr Freude bereitet und sie in einen Schreibfluss kommen lassen.

Die Geschichte aus der Storchenstation handelt vom Storchenmädchen Bianca, das zusammen mit ihren Geschwistern Molly und Carlo auf einem Horst in der Storchenstation aufwächst. Als sie flügge wird, lernt sie nach und nach alle anderen befiederten Bewohner der Station kennen: die Enten, die Eulen – und Coronero, den Schwarzstorch und dem «Fürst der Finsternis, vor dem sie der Fasan gewarnt hat». Doch statt dass Bianca vom Schwarzstorch gefressen wird, als sie sich im Netz der Flugvoliere von Coronero verheddert, wird sie von ihm befreit und sie werden Freunde.

Zu den einzelnen Handlungselementen gibt es Illustrationen von Trix Hahn. Zu sehen ist Gardelli, der auf einer Leiter steht und einen Storch aus dem Nest holt, um ihn zu beringen.

«Das Buch soll Kindern nicht nur Freude bereiten, sondern auch Begeisterung an der Natur wecken», sagt Hansruedi Böni, NVM-Co-Präsident. So sind denn auch den kleinen Kästchen, die abseits der Geschichte stehen, wissenschaftliche Informationen über verschiedene Vogelarten und die Natur an sich – wie etwa dem Reservat Burstel – zu entnehmen. «So passt das Buch zur Neuausrichtung der Storchenstation, die künftig ein Naturzentrum sein soll», sagt Böni.

Ein drittes Element des Kinderbuches sind Fotos mit Kurzporträts von Vogelarten, die in der Storchenstation leben oder gelebt haben. So etwa Agatha, die Taube, die verletzt in die Storchenstation gebracht wurde. Als sie wieder gesund war, liessen sie die Pfleger frei. Obwohl flugfähig, blieb sie lieber in der Station und lebte mit den Enten am Weiher zusammen, bei denen sie balzte.

500 Exemplare des Kinderbuches hat der NVM drucken lassen. Der Preis beträgt Fr.19.80. Die Bücher gibt es derzeit in der Storchenstation, der Möhliner Oberdorf Apotheke und dem Städtli-Kiosk in Rheinfelden zu kaufen.

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