Am 8. Mai ist Mischlingsrüde Wuschel bei einem Spaziergang in Laufenburg ausgebüxt und irrt seither im Fricktal und im grenznahen Deutschland umher. Die Suchaktionen liefen auf Hochtouren (siehe az vom 28. Mai). Jetzt ist Wuschel wieder da. Der kleine Rüde ist nach seiner rund 20-tägigen Wanderung in der Nacht von Donnerstag auf Freitag, morgens um 1 Uhr, von seiner künftigen Besitzerin Daniela Waldmeier im badischen Murg abgeholt worden.

Neues Zuhause für beschlagnahmte Hunde: Diese Frauen haben je einen der Westie-Mischlinge aufgenommen.

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«Er ist dort schon seit einigen Tagen unterwegs. Die Finderfamilie füttert in ihrem Garten Katzen», so die überglückliche Frickerin. Wuschel bediente sich am Katzenfutter. Dem Familienvater gelang es, die Gartentür zuzumachen. Somit konnte der Vierbeiner nicht mehr entwischen. Er liess sich kurz darauf sogar ins Wohnzimmer locken. «Die Frau begann umgehend damit, über Facebook nachzuforschen, wem der Kleine gehören könnte.»

Dank der von Daniela Waldmeier auch auf diesem Social-Media-Kanal verbreiteten Suchmeldung konnte der Kontakt zwischen den Findern und der Suchenden sehr schnell hergestellt werden. «Ich fuhr sofort dorthin. Wuschel lag friedlich auf dem Boden. Ich konnte ihn problemlos in den Arm nehmen», ist Daniela Waldmeier überglücklich. Der Mischling sei zwar komplett übermüdet und dreckig gewesen, aber sonst gesund.

Die Westie-Mischlinge in der Sendung «tierisch».

Im Tierheim: Die Westie-Mischlinge in der Sendung «tierisch»

 

Das bestätigt auch Isabelle Zingg vom Aargauischen Tierschutz. In dessen Tierheim in Untersiggenthal hat Daniela Waldmeier den kleinen Ausreisser noch in der Nacht gebracht. Wuschel ist einer der beschlagnahmten Gränicher Hunde, und im Tierheim bis zu seiner Neuplatzierung untergebracht. Zum Zeitpunkt des Ausbüchsens weilte der Terrier-Bichons-Mischling bei Daniela Waldmeier zu einem Probeaufenthalt.

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Wenn es dem kleinen Hund gesundheitlich auch gut geht, so wurden dennoch nach den langen Wanderungen seine Pfoten genaustens untersucht, er wurde entwurmt und er erhielt eine Behandlung gegen die vielen Mitbringsel: Flöhe und Zecken. Als wäre er nie weg gewesen, spielte er bereits am Freitagmorgen wieder ausgelassen mit seinen Artgenossen. «Uns begegnet er offen und freundlich», freut sich Isabelle Zingg.

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«Ich werde ihn jetzt viel besuchen und, falls möglich, später ganz zu uns nach Hause holen. Allen, die so fest mitgeholfen haben, dass Wuschel gefunden werden konnte, möchte ich ein ganz grosses Dankeschön aussprechen», sagt Daniela Waldmeier. Jetzt braucht es für alle – Zwei- wie Vierbeiner erst einmal Zeit, um die Ereignisse der letzten Wochen verarbeiten zu können. «In der Ruhe liegt die Kraft», weiss Isabelle Zingg und ist damit überzeugt, dass Wuschel eine gute Zukunft vor sich hat.