Laufenburg
Auf diesem Bahnübergang werden Autofahrer durchgeschüttelt

Wer mit dem Auto über den Bahnübergang West in Laufenburg fährt, den schüttelt es gehörig durch. Die SBB versprechen allerdings, das Problem im Oktober zu beheben.

Walter Christen
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Bahnübergang West in Laufenburg
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Vor rund einem Jahr wurden Arbeiten am Gleisbett verrichtet
Auch das Zuggewicht hat zur Veränderung des Niveaus beigetragen
Fahrt über die Schienen ist eine Schaukelpartie
Bahnübergang aus der Froschperspektive

Bahnübergang West in Laufenburg

Walter Christen

Die Fahrt über den Bahnübergang West (Kaisterstrasse) in Laufenburg gestaltete sich für Strassenbenützer bis vor einiger Zeit problemlos und kaum spürbar. Denn vor rund einem Jahr hatten die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) AG Sanierungsarbeiten am Gleisbett ausgeführt.

Aber inzwischen muss man fast befürchten, das Auto fällt gleich auseinander, wenn man über die Schienen fährt – es schüttelt und rüttelt enorm. Im Volksmund ist schon von einer elenden Holperpiste und Rüttelstrasse die Rede.

Ein Jahr...

... dauert es in der Regel, bis nach Arbeiten an einem Bahnübergang erneut Anpassungen gemacht werden müssen. Erst dann hat sich der Untergrund gesetzt.

Dabei ist zu bemerken, dass es am schlimmsten ist, wenn man den Übergang langsam befährt; da werden Stossdämpfer, Reifen und das Chassis am stärksten beansprucht. Wer hingegen ein angemessenes Tempo beibehält und vor dem Bahnübergang nicht zu fest auf die Bremse tritt, bekommt merklich weniger vom Zustand des Untergrunds zu spüren.

«Es ist bei allen Übergängen so»

Von Christian Ginsig, Mediensprecher der SBB, erfuhr die Aargauer Zeitung auf Anfrage: «Wir kennen das. Es ist völlig normal und bei allen Bahnübergängen so, wo Arbeiten am Gleisbett gemacht wurden. Nicht nur in Laufenburg. Dort sind vor einem Jahr Sanierungsarbeiten erfolgt. Inzwischen hat sich das Niveau auf dem Übergang halt leicht verändert, sowohl durch die Belastung der Züge als auch durch jene des Strassenverkehrs.»

Besserung ist in Sicht

«Es ist schon so, dass das Befahren des Übergangs mit einem Fahrzeug inzwischen als sehr unangenehm empfunden wird, schliesslich ist ja, wie erwähnt, rund ein Jahr seit den letzten Arbeiten vergangen», stellte Ginsig weiter fest.

Ein Trost – die Strassenbenützerinnen und -benützer müssen sich nicht mehr allzu lange über den Zustand des Bahnübergangs West in Laufenburg ärgern, denn: «Der Belag wird nochmals nachgebessert. Die Arbeiten werden im Verlaufe des Oktobers ausgeführt», versicherte SBB-Sprecher Ginsig. Der Aufwand werde, da es sich um ein Bahnprojekt handle, gemäss Leistungsvereinbarung mit dem Bund abgerechnet.

Gemeinde hat halbe Million bezahlt

Die Laufenburger Bahnübergänge West und Ost erfuhren in den letzten Jahren grundlegende Erneuerungen und Anpassungen. Die SBB rüsteten die Barrieren um. Sie wurden vom Bund aus sicherheitstechnischen Gründen dazu verpflichtet. Denn die ‹Chelleli›, die sich auf und ab bewegten, wenn sich die Schranken senkten, waren veraltet und entsprachen nicht mehr dem Sicherheitsstandard.

Darüber hinaus mussten Blinklichter montiert werden. Dazu bilden die rot-weissen Balken den sichtbaren Teil an einem Bahnübergang – dahinter steckt eine umfangreiche und moderne Sicherungsanlage. Einen Kredit von rund einer halben Million Franken musste übrigens die Laufenburger Gemeindeversammlung im Jahr 2006 an den Umbau der Barrierenanlagen bewilligen.