Rheinfelden

Auf der Suche nach dem Konzept für das Areal Drei Könige

Hotel-Restaurant Drei Könige an der Zürcherstrasse schliesst bald. ach

Hotel-Restaurant Drei Könige an der Zürcherstrasse schliesst bald. ach

Der Einzug einer Privatschule im bekannten «Drei König» an der Zürcherstrasse gilt als «Zwischennutzung». Der Stadtammann rechnet mit drei bis fünf Jahren je nach Entwicklung der Privatschule.

Anstelle von Stammtisch, gemütlichen Gasträumen und guter Küche, Parkanlagen sowie Hotelbetten, gibt es im bekannten «Drei König» an der Zürcherstrasse bald eine internationale Schule.

Der momentane Betreiber Fritz Blaser, der früher im «Salmen» an der Marktgasse seine Gäste verwöhnte, schliesst per 30. Juni das Lokal. Schon kurz danach sollen seitens der Schule diverse Umbauarbeiten beginnen.

Auch den übrigen Mietern in dem stattlichen Anwesen wurde fristgerecht gekündigt, wie die Aargauer Zeitung in Erfahrung bringen konnte.

Da ein notariell bestätigtes Legat vom 9. September 1968 von Elise Spiegelhalder besteht, gibt es eine «letztwillige Verfügung» der damaligen Eigentümerin: «Es ist mein Wunsch, dass das Hotel Drei Könige als sehr alte Gaststätte der Stadt und Bevölkerung von Rheinfelden möglichst lange erhalten bleiben und weiterbetrieben werden soll.»

Kein Problem

Ein Knackpunkt für die Schliessung des Betriebes und Umwandlung in eine Schule? Stadtammann Franco Mazzi sieht darin kein Problem. Es heisse ja «möglichst lange», bestätigt er im Gespräch mit der Aargauer Zeitung. «In dem Legat sehe ich kein Hindernis, wenn die geplante Internationale Schule dort einzieht.»

Eine Privatschule für Kinder von Kaderleuten aus der internationalen Wirtschaft möchte in dem als Provisorium gedachten Gebäudekomplex schon Ende August durchstarten; und zwar zunächst mit einem Angebot für Kindergarten und Vorschule sowie Primarschule, wie die Zeitung «Schweiz am Sonntag» vom 19. Mai berichtete.

Für 630'000 Franken kaufte die Einwohnergemeinde den Ortsbürgern den in die Jahre gekommenen Gasthof ab; Land und das dringend zu sanierende Gebäude befinden sich nun also in einer Hand.

Dass es dort in jüngster Zeit schwerer war, erfolgreich Gastronomie zu betreiben, ist den Gremien bekannt. Zumal die tiefer gelegte Zürcherstrasse stark trennend wirkt und auch kein eigener Parkplatz zum «Drei Könige» gehört; er liegt auf der anderen Strassenseite und ist sogar gebührenpflichtig.

Vielleicht wieder Gastronomie

Der Stadtammann geht von einer «Zwischennutzung» aus, rechnet mit drei bis fünf Jahren je nach Entwicklung der Privatschule. «Das ist folglich kein endgültiger Entscheid.» Der Gemeinderat sieht jetzt vielmehr die Chance, gemeinsam mit einer Projektgruppe in aller Ruhe über die Entwicklung des Areals in Zentrumsnähe nachzudenken.

«Wir brauchen eine klare Konzeption, wie Haus und Grundstück an interessanter Lage künftig aussehen könnten», betont Mazzi. In diesem Zusammenhang schliesst er eine gastronomische Nutzung mit Hotelbetrieb nicht vollständig aus.

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