Bei bestem Frühlingswetter drehten den ganzen Samstag auf dem neuen Tartan-Untergrund 150 und 180 Staffeln ab der Alterskategorie U10 ihre Runden. Höhepunkt am Nachmittag waren Finalläufe über drei Mal 1000 Meter und die olympischen Staffeln. Bei der Siegerehrung überreichte auch Regierungsrat Alex Hürzeler Medaillen.

Bei der sich anschliessenden Übergabe der sanierten Anlage an die Sportler betonten Hürzeler wie auch der Steiner Gemeindeammann Hansueli Bühler, dass die Leichtathleten im Fricktal jetzt über hervorragende Trainings- und Wettkampfbedingungen verfügten.

Der Regierungsrat würdigte vor allem die regionale Zusammenarbeit beim Zustandekommen des Projekts. Das sei nicht selbstverständlich und auch im Kanton nicht überall üblich.

Unterstützung der Gemeinden

Tatsächlich haben sich sämtliche Fricktaler Gemeinden an den Baukosten in Höhe von 880 000 Franken beteiligt. Fünf Franken pro Einwohner steuerten sie bei, so wie auch schon beim Bau der Anlage 1996/1997.

So kamen rund 350 000 Franken zusammen. 210 000 Franken leistete der Trägerverein Regionale Leichtathletikanlage Fricktal aus Eigenmitteln.

Den Rest stemmten der Kanton aus dem Swisslos-Sportfonds und private Sponsoren, indem sie symbolisch einen oder mehrere Meter der 400-Meter-Rundbahn kauften. Jetzt ist laut den Projekt-Verantwortlichen nur mehr ein Fehlbetrag von 7000 Franken offen.

Etwas teurer als geplant

Das Vorhaben fiel rund 35 000 Franken teurer aus als geplant. Linus Rebmann, Präsident der Baukommission, sagte warum. So habe es aufgrund grosser Hitze im Sommer 2013 Probleme beim Abfräsen des alten Bahnbelages gegeben. Dieser, inzwischen mehr als 15 Jahre alt, hatte sich durch einen Produktionsfehler schon weitgehend abgelöst. «Man hatte zuletzt das Gefühl auf einer Aschenbahn zu laufen», sagte Rebmann.

Schon im Herbst 2011 hatte die Baukommission zum ersten Mal getagt, mit dem Auftrag für eine Kostenkalkulation. Zwei Varianten standen im Raum – die jetzt umgesetzte und eine mit rund 1,2 Millionen Franken deutlich teurere.

Bevor es an die Leichtathletik-Anlagen ging, stand die Sanierung des Fussballplatzes an. Der FC Stein klagte schon lange über Probleme, dass der Platz bei und nach Regenfällen nicht bespielbar war. Durch einen neuen Unterbau steht er jetzt nicht mehr unter Wasser.

Allerdings wurde der Platz mit der Sanierung grösser. Aus Platzgrünen musste eine Weitsprunganlage weichen. Auch Fussball war am Samstag im Stadion Bustelbach zu sehen. Beim Torwandschiessen und beim Spiel der Senioren des FC Stein gegen die Alterskollegen des FC Pratteln.