Rheinfelden

Auf der Jagd nach raren Briefmarken

Das Objekt wird buchstäblich genau unter die Lupe genommen.

Das Objekt wird buchstäblich genau unter die Lupe genommen.

Im Bahnhofsaal von Rheinfelden haben sich zahlreiche Sammlerinnen und Sammler zur 30. Briefmarkenbörse getroffen.

Immer auf der Suche nach dem besonderen Stück oder einem Exponat, was in der eigenen Sammlung noch fehlt – das Interesse der vielen Besucher auf der 30. Briefmarkenbörse, organisiert von Briefmarkenclub Fricktal, war enorm. Und ebenso gross und vielfältig waren die Angebote der 18 Händler aus der Region Basel, dem Kanton Zürich, aus Fribourg sowie dem Fricktal. Angeboten und verkauft wurden allerdings nicht nur Briefmarken, sondern auch Postkarten, Briefumschläge, Münzen oder diverse Medaillen. Nach Herzenslust fachsimpelte man, prüfte das Objekt des Begehrens genau, stöberte und handelte man. Eine Altersgrenze gab es nicht, ob Jung oder Alt, alle waren mit Begeisterung dabei.

Meist boten die Händler ihre Exponate nach speziellen Richtungen und Themen an, zum Beispiel Briefmarken aus dem Deutschen Reich, Luftpostsendungen, alte Ansichtskarten in Farbe und aus der ganzen Welt, besondere Motive wie Flugzeuge, Kehrdrucke in kleinen Auflagen oder auch Vignetten in ungezähnten Bögen für die Mustermesse 1926 in Basel. Eine Augenweide für die Sammler! Hochzufrieden war ein junger Mann aus Inzlingen, der eine wunderschöne Postkarte mit einer JU 52 aus dem Jahr 1936 erstanden hatte, auf der Rückseite der Gruss eines Piloten an seinen Vorgesetzten. Ebenso zufrieden ein Philatelist, der eine gestempelte Briefmarke mit einem Plattenfehler mit nach Hause nahm.

Eine Ausstellung im Vorraum zu unterschiedlichen Themen ergänzte die Börse. 1912 gab das Fürstentum Liechtenstein erstmals eigene Marken heraus, eine kleine Sammlung bis 1921 war davon zu sehen. Briefe mit nicht alltäglichen Frankaturen wie zum Beispiel eine Nachnahmesendung ins Ausland, Marken und Münzen mit Motiven zum Thema der unterschiedlichen Herrscher im Fricktal von Julius Cäsar über die Habsburger bis Napoleon sowie Briefmarken mit Leuchttürmen und Automaten einer Gruppe junger Briefmarkenfreunde zogen ebenfalls die Blicke der Briefmarkenfreunde auf sich.

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