Geht es nach dem Verein «Interkulturell Sisseln», dann reichen 3,7 Kilometer, um sich einen umfassenden Eindruck von Sisseln zu verschaffen. So lang ist nämlich der Erkundungsrundgang, der von «Interkulturell Sisseln» ins Leben gerufen wurde. «Auf dem Bibertrail ist man zwischen einer und knapp zwei Stunden unterwegs», sagt Christiane Berger, Kassenführerin von
«Interkulturell Sisseln».

Ziel des Bibertrails ist es, den Zuzügern eine Möglichkeit zu bieten, ihren neuen Heimatort durch einen spannenden und reizvollen Rundgang durch die Natur kennen zu lernen. Aber auch Einwohner, die schon lange in Sisseln leben, bekommen durch die Schnitzeljagd eine Motivation, für sie noch unbekannte Punkte im Ort zu entdecken. «Durch den Trail kommt man hinaus in die Natur und kann die Grünzonen im Ort geniessen», sagt Berger. Die Idee für den Rundgang kam der Präsidentin des Vereins, Sabine Schmelzer, vor ungefähr eineinhalb Jahren, erzählt Berger: «Wir sind von den ‹Foxtrail›Schnitzeljagden, wie sie in Basel oder Zürich durchgeführt werden, inspiriert worden.»

Da, wo der Biber nagt

Aber wieso ist der Verein bei der Namensgebung auf den Biber gekommen? «Weil bei uns der Biber an den Ufern und den Gewässern zu Hause ist und sich wohlfühlt», erklärt Berger. So können entlang dem Rhein oder der Sissle die Spuren des Bibers, unzählige abgenagte Baumstümpfe, entdeckt werden. Dass die Biber am Rheinufer in Sisseln besonders gern ihr Unwesen treiben, belegt Berger mit einer kleinen Anekdote über den ehemaligen Gemeindeammann Wilfried Käser: Eines Tages bemerkte dieser, dass ein Biber von seinen Äpfeln im Garten naschte. Um zu verhindern, dass der Biber sich eines Tages am Stamm seines Apfelbaumes zu schaffen machte, legte er fortan Äpfel ans Ufer. Dies hatte zur Folge, dass im Laufe der Zeit, nicht nur einer, sondern gleich zwei Biber seinen Garten aufsuchten, um in den Genuss der bereitgestellten Äpfel zu kommen.

Preis für erfolgreiche Teilnahme

Um an der Schnitzeljagd teilzunehmen, muss zunächst eine Karte mit 19 Fotos ausgedruckt oder bei der Gemeindeverwaltung abgeholt werden. Ziel ist es, die Objekte, die auf den Fotos abgebildet sind, auf dem eingezeichneten Weg zu finden und diese mit ihren entsprechenden Nummern auf der Karte einzutragen. Zusätzlich muss die Karte mit drei Lochzangen, die sich an den Standorten Werkhof, Schwimmbad und Spielgelände Grossmatt befinden, gelocht werden. «Wer den Bibertrail erfolgreich absolviert hat, kann seine ausgefüllte Karte bei der Gemeindeverwaltung abgeben und erhält im Gegenzug eine kleine Überraschung», sagt Berger.

Die Gemeinde sei von der Idee einer Schnitzeljagd begeistert gewesen und habe den Verein «Interkulturell Sisseln» bei der Umsetzung finanziell unterstützt. So hat die Gemeinde die Anschaffungskosten für die drei Lochzangen übernommen und kommt ebenso für die Geschenke, der erfolgreichen Teilnehmer auf. Ich hoffe, dass sich im Frühjahr, möglichst Viele auf Biberfährte begeben», sagt Berger.