Fricktal
Auf den Fussgängerstreifen gilt: Sicherheit durch Sichtbarkeit

Immer wieder kommt es im Aargau zu Unfällen bei Fussgängerstreifen. Auch das Fricktal bleibt nicht unverschont. Beispiele in Möhlin und Frick zeigen, wie die Gemeinden ein Augenmerkt auf Fussgängerstreifen gerichtet haben.

Walter Christen
Drucken
Für Passanten eine markierte und gut sichtbare Stelle zum Überqueren der Strasse: Fussgängerstreifen mit Mittelinsel auf der Landstrasse in Möhlin. chr

Für Passanten eine markierte und gut sichtbare Stelle zum Überqueren der Strasse: Fussgängerstreifen mit Mittelinsel auf der Landstrasse in Möhlin. chr

Am Morgen wird es lange nicht hell und am Abend schon früh dunkel. Jetzt ist die Jahreszeit, in der im Strassenraum vor allem Fussgänger einer grösseren Gefahr ausgesetzt sind. «Sich sichtbar machen durch helle Kleidung, das Tragen von Lichtreflektoren und natürlich ist vor allem eines wichtig: Fussgängerstreifen benützen!» Dies der Tipp von Hansueli Loosli, dem Leiter der Regionalpolizei unteres Fricktal in Rheinfelden. Denn wer die Strasse auf einem beleuchteten Fussgängerstreifen überquert, ist nun mal besser sichtbar für die übrigen Verkehrsteilnehmer.

Für den Schutz der Fussgänger

Die Benützung der Fussgängerstreifen ist das eine, deren Ausleuchtung, Signalisation und Markierung das andere. Beispiele in Möhlin und Frick zeigen, wie in letzter Zeit in diesen Gemeinden vermehrt ein Augenmerk auf den Zustand der Fussgängerstreifen gerichtet wurde und noch wird.

Möhlin hat im Jahr 2012 die Sicherheit sämtlicher Fussgängerstreifen bezüglich der Sichtverhältnisse, Ausleuchtung, Signalisation, Markierung und Lage überprüft.

Als Grundlage dienten dabei die Richtlinien und Merkblätter der kantonalen Abteilung Tiefbau. Deshalb hat der Gemeinderat 2013 auf Antrag der Verkehrskommission beschlossen, die Mehrheit der 57 Möhliner Fussgängerstreifen nach den aktuellen Richtlinien sanieren zu lassen, was in zwei Etappen geschieht. Die entsprechenden Budgetposten betragen je 200 000 Franken für 2014 und 2015. Die Projektleitung erfolgte durch die Abteilung Bau und Umwelt in Zusammenarbeit mit der Regionalpolizei.

Von René Berger, dem Abteilungsleiter Bau und Umwelt der Gemeinde Möhlin, erfuhr die Aargauer Zeitung: «Mit der Sanierung der Fussgängerstreifen geht es zügig voran – drei Fünftel der Arbeiten sind bereits ausgeführt; es geht nahtlos weiter ins neue Jahr. Wir rechnen damit, die Sanierung bereits im ersten Quartal 2015 abschliessen zu können.» Wie er weiter erwähnte, bedeute alleine schon die intensivere Ausleuchtung der Fussgängerstreifen eine grosse Aufwertung und mehr Sicherheit für deren Benützer.

Auf die Sanierung eines Fussgängerstreifens kann die Gemeinde Möhlin verzichten, weil er vom Kanton nicht mehr bewilligt wurde, nämlich jener auf der Landstrasse beim Gasthof zum Löwen.

Verkehrssicherheit erhöht

Aufgrund einer Unfallhäufigkeit in den Jahren 2010 und 2011 hat die Gemeinde Frick auf Vorschlag von Bauverwalter Harri Widmer bauliche und beleuchtungstechnische Sanierungsmassnahmen bei 25 Fussgängerstreifen veranlasst. Im Juni 2011 bewilligte dafür die Gemeindeversammlung 250 000 Franken. Die Mehrkosten von rund 7800 Franken für die Verbesserung der Verkehrssicherheit an den Fussgängerstreifen sind entstanden, weil zwei zusätzliche Fussgängerstreifen auf Schulwegen durch Signalisation und Beleuchtung angepasst, weitere Fussgängerstreifen zur besseren Reflexion neu markiert und zusätzlich Verkehrsschilder ausgewechselt wurden.

Aktuelle Nachrichten