Möhlin
Auf dem Sprung nach oben: Diese Volleyballerin will hoch hinaus

Anika Schwörer (16) aus Möhlin besucht die Sportklasse – und strebt eine Karriere im Volleyball an.

ROXANA WENGER
Merken
Drucken
Teilen
Anika Schwörer aus Möhlin.

Anika Schwörer aus Möhlin.

zvg

Sie will sich später nicht vorwerfen müssen, nicht alles versucht zu haben, das Beste aus sich herauszuholen: Ani- ka Schwörer aus Möhlin, derzeit Sportschülerin an der Alten Kantonsschule Aarau. Sie weiss selber nicht mehr richtig, wie sie zum Volleyballsport gekommen ist. Die sportbegeisterte Schwörer ist früher geschwommen, hat acht Jahre lang Tennis gespielt und wollte unbedingt noch eine andere Sportart ausprobieren. Dies sei dann Volleyball gewesen, das sie seither nicht mehr losgelassen hat.

«Ich mag die familiäre Seite des Volleyballsports, die Leidenschaft und die Emotionen, die damit verbunden sind», sagt die 16-Jährige, die vier Jahre in Kalifornien zur Schule ging. Als Volleyballerin verbringe man viel Zeit mit den Teamkolleginnen, sei dies in den Trainings oder an den Spielen am Wochenende. Man habe dieselben Ziele, was sehr verbinde. Die gemeinsam erlebten Emotionen seien dadurch viel intensiver.

Beachvolley- oder Volleyball?

Seit letztem Sommer besucht Schwörer die erste Sportklasse an der Alten Kantonsschule Aarau. Als Sportschülerin hat sie hohe Ziele. Sie hat sich jedoch noch nicht zwischen der Outdoor- und Indoorsportart entschieden. «Bis vor kurzem war ich sehr Beachvolleyball-orientiert», sagt sie. Doch seit sie die Chance bekommen hat, in der IndoorJugendnationalmannschaft an Spielen und Trainingslagern teilzunehmen und sich einige Vereinsangebote für nächste Saison ergeben haben, sei sie unschlüssig, erzählt die junge Spielerin.

Genaueres will sie zu den Angeboten noch nicht sagen. Auf jeden Fall möchte sie versuchen, in beiden Disziplinen das Beste aus sich herauszuholen, und wird sich mit einer Entscheidung noch Zeit lassen.

Bei Smash 05 ausgebildet

Die Linkshänderin spielt seit dieser Saison auf der Diagonalposition beim Erstligisten von Volley Schönenwerd, der vergangenes Wochenende den Aufstieg in die Nationalliga B geschafft und somit die laufende Saison beendet hat. Sie trainiert neben der Schule 16 Stunden pro Woche, absolviert drei Einheiten im Sand, drei Trainings in der Halle und ist zwei Mal im Kraftraum. Ausserdem ist sie Teil des Zweitligateams von Smash 05 Laufenburg-Kaisten – dem Verein, der sie ausgebildet hat – um mehr Spielpraxis zu erhalten.

An Spieltagen blende sie die Schule komplett aus, egal wie viele Prüfungen anstehen, sagt Schwörer. «Ich konzentriere mich vor dem Match nur auf das Volleyball.» Am liebsten reist sie dann mit dem Zug an die Spiele, da sie sich dann wacher fühle als nach einer stundenlangen Autofahrt. Volleyball nimmt einen grossen Teil in Anika Schwörers Leben ein. In ihrer Freizeit weiss sie jeweils gar nicht, was mit sich anzufangen. «Ich bin sehr ehrgeizig, was meine Stärke und gleichzeitig meine Schwäche ist», sagt sie. Mit dem eigenen Ehrgeiz umzugehen – ein gutes Mass zu finden – das wolle sie verbessern.

Wichtige Entscheide

Schwörer sieht alle erfolgreichen Volleyballerinnen gewissermassen als ihr Vorbild. Trotzdem will ihren eigenen Weg gehen. Noch vor einem halben Jahr hätte sie auf die Frage nach ihrem Traumziel folgendermassen geantwortet: «Mein Traumziel ist die Teilnahme an den Olympischen Spielen im Beachvolleyball.» Nun verfolgt sie auch in der Halle ähnlich hohe Ziele und möchte sich alle Optionen offenlassen.

In fünf Jahren, das ist schon klar, will sie mit ihren eigenen Fortschritten zufrieden sein und den Ehrgeiz zur kontinuierlichen Arbeit nicht verloren haben. Ausserdem wird sie zu diesem Zeitpunkt ihren Maturaabschluss in der Tasche haben und hoffentlich wissen, was sie ausbildungsmässig machen möchte. «Ich schreibe sehr gerne und würde später gerne etwas in diese Richtung machen, aber in welcher Form weiss ich noch nicht», sagt sie.