Magden
Auf dem Friedhof von Magden fehlen Urnengräber

Die Reserven für Urnenbestattungen sind auf dem Friedhof in Magden geschwunden. Der Gemeinderat will jetzt weitere 100 Urnengräber und 120 Urnenplattengräber schaffen. Für die Umgestaltung soll die Gemeindeversammlung 256000 Franken bewilligen.

Stefan Gyr
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Auf dem Friedhof von Magden sollen auch soll eine Gedenkstätte für früh während der Schwangerschaft verstorbene Kinder entstehen.

Auf dem Friedhof von Magden sollen auch soll eine Gedenkstätte für früh während der Schwangerschaft verstorbene Kinder entstehen.

stg

Auf dem Friedhof von Magden sind gegenwärtig nur noch fünf Urnengräber frei. Für Erdbestattungen stehen dagegen noch 80 Grabfelder zur Verfügung. «Der Trend der letzten Jahre führt weg von Erd- hin zu Urnenbeisetzungen», sagte Frau Gemeindeammann Brunette Lüscher am Donnerstag an einer Medienorientierung. Auch Beisetzungen im Familiengrab kämen oft vor.

Demnächst werden nach dem Ablauf der Totenruhe zwei grosse Grabfelder im östlichen Teil des Friedhofs frei, die bislang mit Erdbestattungen belegt werden. Der Gemeinderat plant jetzt eine «Neudimensionierung der Grabfelder», wie sich Lüscher ausdrückte. Für die Umgestaltung des Friedhofs beantragt er der Gemeindeversammlung vom 13. Juni einen Verpflichtungskredit von 256 000 Franken.

Nach den Plänen des Gemeinderats soll das Grabfeld im Südosten vergrössert werden. Mit der Erweiterung des Friedhofs können weitere 100 Urnengräber und 120 Urnenplattengräber sowie sechs Familiengräber geschaffen werden, wie es in der Botschaft des Gemeinderats heisst.

Damit dürfte die Kapazität bis ins Jahr 2040 reichen. Daneben bestehen auf dem Friedhof zwei Reserveflächen. Mit der Neugestaltung werden auch die Wege teilweise verbreitert und rollstuhlgängig gestaltet. Bei den Kindergräbern soll eine Gedenkstätte für früh während der Schwangerschaft verstorbene Kinder entstehen.

«Gut abgeschlossen»

Wie an jeder Sommer-Gemeindeversammlung legt der Gemeinderat den Stimmberechtigten auch die Rechnung vor. Bei einem Aufwand von 15,6 Millionen erwirtschaftete die Gemeinde Magden im vergangenen Jahr einen Ertragsüberschuss von knapp 2,7 Millionen Franken.

«Wir haben gut abgeschlossen», sagte Vizeammann und Finanzchef André Schreyer. Das Rechnungsergebnis führte er auf Einsparungen im laufenden Aufwand und höhere Steuereinnahmen zurück.

Nach Nettoinvestitionen von 1,1 Millionen erzielte die Gemeinde einen Finanzierungsüberschuss von 1,6 Millionen Franken, der ins Eigenkapital eingeschossen wird. Das Vermögen der Gemeinde ist damit nach Angaben von Schreyer auf 4,7 Millionen angewachsen. Geld, das Magden wegen der bevorstehenden Investitionen gut gebrauchen kann.

Sporthalle verschlingt 11 Millionen

Allein die neue Sporthalle wird mit 11 Millionen Franken zu Buche schlagen. Die Bauarbeiten wurden mittlerweile in Angriff genommen. Nach den Sommerferien 2015 soll die neue Halle eingeweiht werden, wie Frau Gemeindeammann Brunette Lüscher erklärte. Mit dem Ausbau der Kantonsstrasse K 496, der Wintersingerstrasse, steht zudem in naher Zukunft ein weiterer grosser Brocken an.

In den kommenden Jahren werde der Gemeinderat die Ausgabenentwicklung genau im Auge behalten müssen, sagte Finanzchef André Schreyer. Die Gemeinde könne allerdings den Aufwand nur zu einem kleinen Teil selbst steuern. Oft würden Kostenanteile vom Kanton auf die Gemeinden überwälzt, zum Beispiel bei der Pflegefinanzierung und den Heimkosten.

In den vergangenen Jahren konnte die Gemeinde Magden Aufwandsteigerungen durch überdurchschnittlich ansteigende Steuereinnahmen ausgleichen. Weil heute fast keine Baulandreserven vorhanden sind, können aber die hohen Wachstumsraten der letzten Jahre bei den Steuererträgen in Zukunft kaum mehr erreicht werden.