Stein
Auch die alte Schule gilt jetzt als abbruchreif

Der Gemeinderat und eine Beratungsfirma präsentierten eine neue Variante zur Überbauung des Rheinfelsareals. Bereits im Herbst 2012 könnte mit dem Bau begonnen werden.

Hildegard Brunner
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Abbruchreif

Abbruchreif

Das weitere Vorgehen und die rasche Umsetzung der Pläne bezüglich zukünftiger Nutzung des gemeindeeigenen Grundstücks «Rheinfelsareal» stand am Dienstag im Mittelpunkt eines Info-Abends des Gemeinderats. Basierend auf den Ergebnissen der Mitwirkungskonferenzen wurde klar festgehalten: Die Mehrheit der Bevölkerung wünscht den Bau von altersgerechten Wohnungen, einen Begegnungsraum, Parkanlagen und ein attraktives Dorfrestaurant für Familien, Vereine und Senioren. Diverse Änderungen zum ursprünglichen Projekt wurden erarbeitet.

Das bürgerschaftliche Recht der Mitwirkung bewirkte allerdings einen Verzögerungseffekt. Und das gilt nun auch für das Rheinfelsareal. Nach dem negativen Referendumsergebnis zum Generationen-Campus im August 2009 hatte der Gemeinderat zusammen mit der Beratungsfirma «Frischer Wind» einen Mitwirkungsprozess eingeleitet. Viele interessierte Bürgerinnen und Bürger beteiligten sich daran aktiv, um gewissermassen die Leitplanken für ein neues Projekt auszuarbeiten.

Gemeindeammann Hansueli Bühler, Gemeinderat Werner Schneider (Präsident der Wohnbaugenossenschaft) und Paul Krummenacher von dem auf Mitwirkungsverfahren spezialisierten Unternehmen «frischer Wind» erläuterten die wichtigsten Änderungen zum ursprünglichen Projekt sowie über die Finanzierung. So werden es weniger Wohnungen sein als ursprünglich geplant (17 statt 25), dafür zehn statt nur sechs Fremdenzimmer.

Die Wohnbaugenossenschaft finanziert sich selbst. Für Begegnungsraum, Parkanlage, Restaurant und Fremdenzimmer rechnet man mit Investitionen von 5 Millionen Franken, die durch die Gemeinde getragen werden sollen. Der Bau soll sich harmonisch in die Umgebung eingliedern und auch Balkon beziehungsweise Sitzplatz beinhalten. Ein weiterer Wunsch war, kein Flachdach zu realisieren.

Einigkeit herrschte in der Mitwirkungskonferenz über die Notwendigkeit eines Abbruchs des alten Schulhauses und des Restaurants Rheinfels. Der separate Bau eines Restaurants mit Fremdenzimmern war bei den meisten unbestritten.

Detailliert wurde auch über die geplante Finanzierung informiert. Hansueli Bühler betonte, dass die geplanten Investitionen der Gemeinde eine Aufwertung nicht nur für die ältere Bevölkerung, sondern für alle bedeute und dass man mit keiner Steuererhöhung wegen des Projekts rechnen müsse.

Abschliessend gab es keine Abstimmung, sondern eine «sichtbare Stellungnahme». Die Teilnehmenden konnten sich jeweils an den Platz stellen, der für sie stimmt, also ob sie in jeder Beziehung voll und ganz – im grossen Ganzen – halb/halb einverstanden sind oder ob es für Einzelne noch nicht stimmt. Und dann zeigte sich: Eine überwältigende Mehrheit war mit dem überarbeiteten Projekt einverstanden.

Ziel ist nun, dass an der nächsten Gemeindeversammlung am 3.Dezember eine Genehmigung der Aufgabenstellung erfolgen kann, welche die Grundlage für einen neuen Studienauftrag darstellt. Dann wird im ersten Semester 2011 ein neuer Architektur-Wettbewerb ausgeschrieben, im Dezember 2011 über einen Projektierungskredit und im Juni 2012 über einen Ausführungskredit abgestimmt.

Wenn alles gut geht, könnte man im Herbst 2012 mit dem Bau beginnen. Mit einem Dank an alle, die engagiert und aktiv an der Überarbeitung des Projekts mitgewirkt hatten, und der Hoffnung, dass es nunmehr vorwärtsgeht und auch die «Kritischen» sich überzeugen lassen, dass man neben Investitionen in Sportanlagen, den Saalbau und vieles mehr auch in Stein etwas tun müsse, damit die Senioren möglichst lange in ihrem Dorf wohnen bleiben, schloss Gemeindeammann Hansueli Bühler die gut besuchte Veranstaltung.