Eiken
Areal Mühle verspricht neue Impulse für die Gemeinde

Ein Architektur- und Investorenwettbewerb bringt Klarheit über die Verwendung der 5000 Quadratmeter grossen Bauzone in Eiken. An der Gemeindeversammlung im Juni werden die Bürger über den Verlauf informiert.

Walter Christen
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Attraktives Bauland in Zentrumsnähe bietet das Areal Mühle in Eiken, wo im vorderen Teil nur noch diese Mauern an die jahrhundertelange Existenz der Mühle erinnern. chr

Attraktives Bauland in Zentrumsnähe bietet das Areal Mühle in Eiken, wo im vorderen Teil nur noch diese Mauern an die jahrhundertelange Existenz der Mühle erinnern. chr

60 bis 70 Tonnen Getreide pro Jahr wurden in der Eiker Mühle bis um die Mitte der 1970er-Jahre gemahlen. Dann legte Hans Grether, der letzte Müller von Eiken, die Anlage still. Das Anwesen mit Mühle, Wohnhaus und Scheune zerfiel zusehends und musste vor rund 10 Jahren abgebrochen werden – nur noch ein paar Mauerreste sind übrig geblieben.

Land für 1 Million an Gemeinde

Aus verschiedenen Gründen scheiterten seither diverse private Überbauungsabsichten des Areals Mühle. Die Einwohnergemeinde Eiken erwarb schliesslich im Jahr 2007 durch den Beschluss der Gemeindeversammlung das Land für eine Million Franken. Vom eine Hektare umfassenden Grundstück befinden sich 5000 Quadratmeter in der Bauzone.

Für den Landerwerb ausschlaggebend waren die Überlegungen und Vorstellungen des Gemeinderats, an der Schupfarterstrasse, also ganz in der Nähe des Dorfzentrums, attraktives Bauland für Wohnen im Alter, familienfreundliches Wohnen und dergleichen zu gewinnen, denn Baulandreserven sind in Eiken nur noch in ziemlich eingeschränktem Umfang verfügbar.

Im rechtsgültigen Bauzonenplan ist das Areal Mühle einer der letzten Flächen in Eiken, die erschlossen und überbaut werden können. Seit Jahren befindet sich der Leerwohnungsbestand in der Gemeinde auf einem sehr tiefen Niveau, und die Nachfrage nach Wohneigentum und Mietwohnungen ist gross. Da die Gemeinde eine gut vorbereitete Infrastruktur anbieten kann, erachtet es die Behörde als richtig und wichtig, weiterhin ein moderates Wachstum zu ermöglichen. Konkret möchte der Gemeinderat das grosse Potenzial des Areals Mühle nutzen und daraus eine hohe Wertschöpfung für das Dorf generieren.

Für die Realisierung einer erfolgversprechenden Arealüberbauung auf dem Gemeindeland Mühle, das sich am südlichen Dorfeingang befindet, hat sich der Gemeinderat für die Zusammenarbeit mit einem Experten entschieden. Darüber hinaus wurde zur Sicherstellung der Qualität einer Überbauung an dieser wichtigen und empfindlichen Ortslage ein Architektur- und Investorenwettbewerb durchgeführt. Dafür bewilligte die Gemeindeversammlung am 21. Juni 2013 einen Kredit von 100 000 Franken. Es wird bei der Überbauung Mühle eine architektonisch überzeugende Lösung angestrebt. Grosser Wert wird gelegt auf die Umgebungsgestaltung (Bach, Naturobjekte und Landschaft).

Arbeit für Architekten/Investoren

Die Aargauer Zeitung erfuhr von Gemeindeschreiber Marcel Weiss auf Anfrage, dass fünf ausgewiesene Architekturbüros und Investoren an der Arbeit seien. Näheres ist an der Gemeindeversammlung vom 27. Juni zu erfahren. Jedenfalls soll nach Abschluss des Wettbewerbs das Grundstück an den von der Jury und dem Gemeinderat bestimmten Architekten/Investor veräussert werden.

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