Wallbach

Arbeitsgruppe für den Bootssteg sieht keinen Grund zur Eile

An diesem Rheinufer war ursprünglich der Bootssteg geplant. An diesem hält der Bootsklub nun offenbar nicht mehr fest.

An diesem Rheinufer war ursprünglich der Bootssteg geplant. An diesem hält der Bootsklub nun offenbar nicht mehr fest.

Lange wurde um den neuen Bootssteg gestritten. Es gab Einsprachen, eine Unterschriftensammlung und am Ende gar einen Entscheid des Verwaltungsgerichts. Jetzt stünde dem neuen Bootssteg nichts mehr im Weg – unternommen hat bisher aber niemand etwas.

Einsprachen, eine Unterschriftensammlung und am Ende ein Gerichtsentscheid: Lange stritt sich die Wallbacher Bevölkerung, der Gemeinderat und der Bootsklub um einen neuen Bootssteg. Bis dann im April das Verwaltungsgericht entschied: Ein Hafen für Motor- und Ruderbote darf an der Brütschengasse gebaut werden.

Für den Bootssteg brauche es keine Sondernutzungsplanung, weil es sich nur um eine kleine Anlage mit fast ausschliesslich fest vermieteten Bootsplätzen handle. Der Steg brauche lediglich ein Baugesuch und eine Ausnahmebewilligung, weil am Rhein gebaut wird.

Doch seit diesem Entscheid ist nichts mehr passiert. Weder tauchten Pläne auf, noch wurde ein Baugesuch eingereicht. Doch ganz untätig blieb der Bootsklub nicht. Roland Jegge, Präsident des Klubs und mittlerweile auch als Gemeinderat tätig, hat eine Arbeitsgruppe gegründet.

Steg soll verschoben werden

Diese soll nun ein neues Projekt für den Bootssteg ausarbeiten. Getroffen hat sie sich bisher noch nicht. Was aber schon jetzt klar ist: Der Bootssteg soll nicht wie ursprünglich geplant an der Brütschengasse gebaut werden. Jegge spricht davon, dass der Steg noch weiter flussabwärts errichtet werden soll. Sofern dies möglich ist.

Doch so richtig euphorisch und unternehmenslustig zeigt sich niemand vom Verein. Paul Herzog, Gemeindeammann und Vereinsmitglied des Bootklubs meint: «Damit pressieren muss man ja jetzt nicht. Im Dorf hat es schon genügend Aufregung gegeben.» Man wolle sich jetzt die Zeit nehmen und ein Projekt ausschaffen. «Wir rechnen damit, dass wir bis Mitte oder Ende Jahr 2015 ein Baugesuch für den Bootssteg einreichen können», sagt Herzog.

Die Überlegung, den Standort zu wechseln, habe nichts mit den Hochwasserschutzmassnahmen zu tun, die in Wallbach geplant sind, erklärt Herzog. Tangieren würden sich die Projekte dann, wenn sich die Arbeitsgruppe doch dafür entscheiden würde, den Bootssteg bei der Einmündung der Brütschengasse in die Rheingasse zu bauen.

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