Zeihen
Aras und Sittiche ziehen ins Fricktal

Die Eröffnung des Vogelparks Ambigua ist für die zweite Hälfte 2013 geplant. Im August 2011 fand nach zwei Jahren Planung und der Suche nach dem richtigen Standort der erste Spatenstich statt

Karin Pfister
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Hier drinnen werden ab Februar kommenden Jahres Aras und Sittiche leben.

Hier drinnen werden ab Februar kommenden Jahres Aras und Sittiche leben.

«Einen Vogelpark in dieser Form gibt es meines Wissens so noch nirgends in der Schweiz», sagt Rolf Lanz, Eigentümer des Vogelparks Ambigua, der momentan in der Nähe des Bahndammes an der Hornusserstrasse in Zeihen gebaut wird. Nun stehen fast alle Innenvolieren und auch die grosse Flugvoliere im Aussenbereich nimmt langsam Form an. Diese ist das Herzstück der neuen Anlage, die bedeutend grösser ist als jene in Frankreich, wo Rolf Lanz momentan lebt.

Eröffnung erst nächstes Jahr

Die Eröffnung des Vogelparks Ambigua ist für die zweite Hälfte des nächsten Jahres geplant. Dann soll das rund 3000 Quadratmeter grosse Grundstück Heimat für rund 200 bis 300 Aras und Sittiche, die vorwiegend aus Südamerika stammen, werden. Um den Kreislauf von Flora und Fauna abzurunden, werden im Vogelpark auch Wachteln, Hühner und Kaninchen leben. Ein weiterer wichtiger Bestandteil des Vogelparks ist die Zuchtvoliere. Rolf Lanz möchte mit seinem Vogelpark einen Beitrag zum Artenschutz leisten.

Sein Lieblingsvogel ist der Ara Ambigua. Dessen Bestand reduziert sich ständig, da der Lebensraum in Südamerika durch die Abholzung des Tropenwaldes stetig verkleinert wird. «Mein Traum wäre es, in den nächsten Jahren zwei bis drei Jungpaare des Ara Ambigua in ihrer ursprünglichen Heimat Costa Rica auszusiedeln. Es gibt dort geschützte Wälder, die bewacht werden, wo die Vögel eine gute Überlebenschance haben.»

Zurzeit noch in Frankreich

Momentan leben die Aras und Sittiche, die im kommenden Februar nach Zeihen ziehen, noch in Frankreich, rund 200 Kilometer von der Schweizer Grenze entfernt. «Das europäische Klima ist für die Vögel kein Problem, sie sind sich an diese Temperaturen gewöhnt.»

Auch Rolf Lanz wird sein Domizil ins Fricktal verlegen. Der Vogelpark ist momentan noch ein «Hobby», sagt Rolf Lanz, der beruflich für ein internationales Unternehmen tätig ist. Nach seiner Pensionierung in zwei Jahren will er sich dann zu 100 Prozent dem Vogelpark Ambigua widmen. Der Park wird vorerst an bestimmten Wochenenden – Rolf Lanz muss zum Beispiel Rücksicht auf die Brutzeit der Vögel nehmen – geöffnet sein. Nebst Führungen für Gruppen will Rolf Lanz auch Bastelnachmittage für Kinder oder allgemeine Workshops für Vogelliebhaber anbieten.

www.vogelpark-ambigua.ch