Frick

Anton Mösch erhält zum Abschied seine Golfausrüstung

Christian Fricker übergibt Anton Mösch (l.) das Abschiedsgeschenk. stg

Christian Fricker übergibt Anton Mösch (l.) das Abschiedsgeschenk. stg

An der Fricker Gemeindeversammlung wurde der langjährige Gemeindeammann verabschiedet. Die Versammlung gab mit grossem Mehr einen Projektierungskredit von 270000 Franken für die hintere Bahnhofstrasse frei.

An der Sommer-Gemeindeversammlung in Frick schlug ein Stimmberechtigter zur allgemeinen Erheiterung vor, einen sanierungsbedürftigen Brunnen als Abschiedsgeschenk im Garten des Noch-Gemeindeammanns Anton Mösch aufzustellen.

Möschs Antwort: «Da wäre mir dann ein Golfschlägerset schon viel lieber.» Diese Golfausrüstung bekam er jetzt zum Dank für seine langjährige Tätigkeit an der politischen Spitze der Gemeinde. «Humorvoll, jovial und ein bisschen hemdsärmelig»: So beschrieb Vizeammann Christian Fricker den Gemeindevater, der nach 24 Jahren als Ammann und insgesamt 28 Jahren als Gemeinderat abtritt.

Mösch sei ein «zupackender, volksnaher Gemeindeammann» gewesen. Er habe sich stets für regionale und überregionale Anliegen eingesetzt und sich auch um kleine Geschäfte mit «feurigem Engagement» gekümmert. Im Dorf seien alle der gleichen Meinung, sagte Fricker: «Anton Mösch hat seine Sache gut gemacht und darf stolz sein.» Zu Ehren von Mösch spielte an der Gemeindeversammlung die Musikgesellschaft auf. An unvergessliche gemeinsame Erlebnisse erinnerte der Bürgermeister der deutschen Partnergemeinde Frickingen, Joachim Böttinger, der bald ebenfalls aus dem Amt scheidet.

Platz für 270 neue Einwohner

Unbestritten waren an der Gemeindeversammlung die politischen Geschäfte. Den beantragten Projektierungskredit von 270 000 Franken für die hintere Bahnhofstrasse mit Werkleitungen bewilligten die 162 anwesenden Stimmberechtigten mit grossem Mehr. Die Strasse soll dereinst das neue Baugebiet in der Lammet erschliessen. Mit der Revision der Nutzungsplanung wurde die vormalige Industriezone für Wohnüberbauungen geöffnet. 270 neue Einwohner sollen hier Platz finden. In Frick bestehe ein grosser Bedarf an Wohnraum für Familien, erklärte Gemeinderat Thomas Stöckli.

Mit klarem Mehr wurde auch das Budget 2014 genehmigt. Es sagt bei einem unveränderten Steuerfuss von 99 Prozent ein Plus von 15 000 Franken voraus. Hinzu kommen 354 000 Franken, die aus der neu geschaffenen Aufwertungsreserve entnommen werden, wie Vizeammann Christian Fricker erklärte. Die Investitionen werden auf 4,4 Millionen Franken veranschlagt. Rolf Schwager, der abtretende Präsident der Finanzkommission, legte den Finger auf den hohen Finanzbedarf der Gemeinde und mahnte: «Die Finanzkommission sieht den Steuerfuss von 99 Prozent gefährdet.»

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