Hornussen

Angestellte atmen auf: Gründliches Händewaschen wegen Corona rettet Mettler-Seifenfabrik

Das Traditionsunternehmen Mettler-Seifen bleibt in Hornussen.

Das Traditionsunternehmen Mettler-Seifen bleibt in Hornussen.

Der Kosmetikhersteller verwirft die Schliessungspläne und führt den Fricktaler Standort von Mettler Seifen weiter. Corona bringt erhöhten Absatz.

Die Angestellten der Mettler-Seifen-Fabrik können aufatmen: Die Produktion läuft weiter. Noch im letzten Jahr wollte der Besitzer, der Kosmetikhersteller Sodecos, die Fabrik samt Verkaufsladen schliessen und vier der sechs Angestellten entlassen.

«Zwar wurde unser Produktionsstandort geschlossen; jedoch nur kurzfristig für Renovationsarbeiten und die Überholung unserer Maschinen», sagt Ines Lachetta, Sales Trainer von der Mettler Seifen SA. So habe man ab dem 1.Mai die Seifenproduktion am Standort Hornussen wieder aufnehmen können.

Auf Grund der Coronapandemie sind die Absatzzahlen des Unternehmens in den vergangenen Wochen deutlich gestiegenen. «Eine grosse Nachfrage haben wir bei unserem antibakteriellen Schutzgel für die Hände und bei der traditionellen Glycerin-Seife», sagt Lachetta.

Derzeit arbeiten fünf Mitarbeitende am Standort in Hornussen. Erst letzte Woche hat das Unternehmen den Fabrikladen, der von Mittwoch bis Samstag geöffnet hat, nach einer Auffrischung wiedereröffnet.

Lachetta geht davon aus, dass der Standort in Hornussen langfristig erhalten bleibt. «Nur dort wird unsere Glycerin-Seife hergestellt, mit der viele Mettler verbinden», sagt sie. Lachetta rechnet damit, dass das vermehrte Händewaschen und -desinfizieren auch nach der Coronapandemie viele «als Routine» beibehalten. Dies liesse sich auch schon jetzt ein wenig erkennen. So desinfizierten sich immer noch viele Kunden vor dem Eingang zum Supermarkt die Hände, obwohl die Infektionszahlen mittlerweile auf einem tiefen Niveau sind. (dka)

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