Die Exekutive des Basler Landkantons würdigte mit der Auszeichnung aussergewöhnlich lange Karriere des Fricktalers Willy Schnell im Rahmen des OK Baselbieter Orientierungslauf, wo Schnell seit 1981 als Bahnleger verantwortlich zeichnete.

Für Laudator Heinz Keller, alt Direktor des Bundesamts für Sport in Magglingen, war Willy Schnell in diesen über drei Jahrzehnten einerseits der Architekt des Laufs, aber auch profunder Kenner der Geografie und Geologie sowie der Flora und Fauna des jeweiligen Laufgebiets. Keller sagte auch, dass sich Willy Schnell den jeweiligen Wald zum Freund machen musste, denn nur so sei es möglich gewesen, mit ihm, dem Wald, den Dialog zu finden, gelte es doch seine Felsen, Hügel, Schluchten, Quellen oder Gräben zu kennen.

Wichtig erschien dem Seeländer Heinz Keller vor allem aber eines, dass Willy Schnell in hohem Masse die Gabe des Dialogs besitze. «Sie haben die Anliegen der Waldbesitzer, der Jagd, des Forstwesens, des Naturschutzes immer respektiert und mit den Bedürfnissen des Orientierungslaufs kombiniert». Dafür dankte der 70-jährige Keller, selbst ein sehr engagierter Orientierungsläufer, «Bahnplaner» Willy Schnell, welcher stets auch die menschliche Leistungsfähigkeit all seiner Kunden kannte und es dabei immer verstand, kategoriengerechte Bahnen zu legen.

Lauf mit grosser Ausstrahlung

Es ist auch ein Verdienst von Willy Schnell, dass im Kanton Basel-Landschaft der zweitgrösste kantonale Mannschafts-OL (neben dem Zürcher OL) landesweit stattfindet. Der Lauf hat eine Ausstrahlung über das ganze Land. Und: Was auch wichtig ist, er ist schon für viele der Einstieg in die Faszination des OL-Sports gewesen, «auch für Regierungsräte», wie Keller schmunzelnd festhielt.

Eine grosse Anerkennung

Willy Schnell, der nunmehr – nach Dienstjahren – als zweitältestes Mitglied aus dem Baselbieter OK zurückgetreten ist, freute sich, zusammen mit seiner Frau Roswitha, mächtig über die erhaltene Auszeichnung. «Dieser Preis ist eine grosse Anerkennung für meine Arbeit, welche offenbar auch von der Kantonsregierung geschätzt wurde». Als Fricktaler in Diensten des Baselbieter Sports streute dieser aber auch der Bildungs-, Kultur- und Sportdirektion Basel-Landschaft beziehungsweise seinem Sportamt Rosen. «Meine Beweggründe, dass meine Begeisterung für diesen Kultanlass in all diesen Jahren gewachsen und lebendig geblieben sind, basieren in der Tatsache, dass ein umsichtiges Sportamt zusammen mit dem OK-Chef die Fäden immer professionell zu ziehen verstand. Aber auch das kompetente OK und nicht zuletzt das verlässliche Helferteam waren es, welche «mithalfen, dass ich während dreissig Jahren mit Begeisterung diese ehrenamtliche Funktion wahrnahm».

An der Feier nahmen über 200 Personen teil, genossen gemeinsam einen stimmungsvollen Abend, während es draussen kräftig schneite.