Bauarbeiter gehören im Spital Rheinfelden des Gesundheitszentrums Fricktal (GZF) ebenso zum täglichen Anblick wie Ärzte und Pflegepersonal. Denn gleich an verschiedenen Orten auf dem Spitalgelände wird saniert, um- und angebaut.

Ein «Meilenstein» ist dabei der Umbau des Operationstrakts. Knapp zehn Monate sind für die baulichen Massnahmen, die seit August laufen, budgetiert. «Wir kommen gut voran», sagt Miriam Crespo, Leiterin Unternehmenskommunikation des GZF, «im Mai 2017 ist die Neueröffnung dieses wichtigen Teils vorgesehen.»

Sanierung bald abgeschlossen

Schon deutlich weiter fortgeschritten ist der Umbau des Spitalbaus aus dem Jahr 1985. Noch in diesem Monat sollen die Arbeiten gemäss Miriam Crespo abgeschlossen und die Bettenstationen auf vier Etagen totalsaniert sein. Bereits eingeweiht wurde gestern der zweistöckige Anbau Ost. Dort wird die Physiotherapie dereinst untergebracht. «Heute befindet sich diese im Untergeschoss», so Crespo. Die neuen Räume sind viel heller und freundlicher.

Allerdings müssen sich die Physiotherapie-Patienten noch etwas gedulden, bis sie in den Genuss der neuen Räumlichkeiten kommen. Vorerst werden die neuen Räume nämlich als Büros gebraucht – weil bereits der nächste Umbau ansteht. «Derzeit befinden wir uns in der intensiven Planungsphase des Altbaus von 1911», erklärt Miriam Crespo. Arbeitsplätze von dort werden übergangsmässig im neuen Anbau untergebracht.

Im Altbau von 1911, dem ursprünglichen Spital, soll bis Ende 2017 der Dachstock komplett neu ausgebaut werden. Es entstehen Büro- und Praxisräumlichkeiten. Zudem ist im Gebäude eine neue Privatabteilung mit acht weiteren Zimmern geplant.

Damit nicht genug: Ab November beginnen das GZF mit der Planung der Überwachungsstation, der Endoskopie und der Erweiterung des Notfalls. Zudem entstehen neue Büro- und Untersuchungsräumlichkeiten für den neuen Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Bauchchirurgie am Standort Rheinfelden, Ivo Fischer. Er stösst im November zum Team.

Verständnis von Patienten

Insgesamt beträgt das Investitionsvolumen rund 30 Millionen Franken. Läuft alles nach Plan, sind die baulichen Massnahmen Ende 2017 abgeschlossen. «Derzeit sind wir gut auf Kurs», freut sich Crespo. Freuen werden sich dann auch die Mitarbeitenden des GZF. Sie bekommen die Bauarbeiten tagtäglich hautnah mit. «Sie sind sehr gefordert, da sie ja nicht nur kurzfristig bei uns im Haus sind», so Crespo. Es brauche vor allem Flexibilität, da der Spitalbetrieb während der Umbauarbeiten weiterlaufe.

Die Patienten zeigen sich laut Crespo trotz der langen Bauzeit – vor den aktuellen Arbeiten wurde die Frauenklinik renoviert – «nach wie vor äusserst verständnisvoll». Reklamationen aufgrund der «leider nicht immer ganz vermeidbaren Lärmbelästigung», habe es nur vereinzelt gegeben. Die GZF-Verantwortlichen versuchen allerdings auch, die Patienten möglichst weit von den «Lärmepizentren» unterzubringen.