Oberhof-Wölflinswil

An der Trachtenkleiderbörse warteten Trachten auf neue Träger

Ein paar wenige Trachten wurden am Samstag verkauft.ARI

Ein paar wenige Trachten wurden am Samstag verkauft.ARI

Die Trachtengruppe Oberhof-Wölflinswil hatte zur dritten Trachtenkleiderbörse eingeladen. Wer sich eine Tracht wünschte wurde fündig.

Angeboten wurde diese schöne Fricktaler Kleidung einschliesslich des Zubehörs wie Strümpfe, Schuhe, Umhänge und Schmuck. Zwar schon getragen, aber in allerbestem Zustand. Trachten, die den Besitzern zu klein geworden, jedoch viel zu schade zum Entsorgen sind.

Die Organisatoren um Marie-Helene Frey machten daraus einen kleinen Event mit leckerem Essen und Trinken in der Turnhalle der Gemeinde. Zum Verkauf parat hingen diesmal die traditionellen Fricktaler Werktags- und Sonntagstrachten, jedes Stück ein wunderschöner Hingucker.

Die Sonntagstracht mit Rock, Mieder, Bluse, Fichu, Fäckli, den typischen Maiglöckchenstickerein und Chriesibüscheli am feschen Strohhut in Rot, Grün, Braun, Blau und Schwarz, die Werktagstracht in Blau-Rot und geschmackvoll kariert und genäht aus speziellem Kammgarn. Die Herren mögen es etwas zurückhaltender mit ihren schwarzen Kitteln, Hosen und Hut, das Hemd blütenweiss. Lediglich das Gilet ist farbig.

Schon 15 Minuten vor Eröffnung der Börse warteten die ersten, kauffreudigen Besucher, danach allerdings wurde es ruhiger. Alle vier Jahre organisieren die Mitglieder der Trachtengruppe eine solche Börse, um für die Kleidung neue Besitzer zu finden. Zum einen ist der Erwerb hier um vieles günstiger, meist nur ein Viertel des Neupreises, zum anderen aber ist es derzeit gar nicht mehr so einfach, sich eine neue Tracht anfertigen zu lassen, weil die Webereien wegen der geringen Meterzahl diese Stoffe nicht mehr herstellen.

Nachfrage hält sich in Grenzen

Als vor acht Jahren die erste Trachtenkleiderbörse an den Start ging, war die Nachfrage sehr gross, dann wurde es merklich weniger. Bis zum Mittag freuten sich fünf Frauen über ihren Kleiderkauf, auch einige Kleinteile und Gilets wechselten den Besitzer. Die Damen und Herren des Trachtenvereins hatten es also gemütlich, machten daraus ein unterhaltsames Miteinander und tauschten sich darüber aus, wie in vier Jahren der Börse neue Lebendigkeit gegeben werden könne. Zum Beispiel mit einer Trachtenmodenschau und dazu passender Volksmusik war eine erste Idee. Der liebevoll gebackene Kuchen, der Trachten-Kafi, Raclette und die deftigen Würste fanden an diesem Samstag leider nicht in jedem Fall ihre Abnehmer.

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