Zu Beginn klang es noch zaghaft. Doch langsam wurden die Kinder mutiger und lauter. Unter der Anleitung der Zunftbrüder der Narro-Alt-Fischerzunft 1386 riefen sie die Fasnachtsverse wie «Luschtig isch de Probst Albert, isch kein rote Rappe wert».

Am Narrolaufen in Laufenburg gabs milde Gaben für laute Stimmen.

Am Narrolaufen in Laufenburg gabs milde Gaben für laute Stimmen.

Noch lauter schallte das «Narri, Narro!» durch die Gassen der Laufenburger Altstadt. Waren den Narronen die Rufe laut genug, flogen Orangen, Weggli und Würste durch die Luft – und wanderten schnurstracks in die mitgebrachten Taschen und Rucksäcke der Kinder, die eigens fürs Narrolaufen schulfrei erhalten hatten.

Einiges an «Auswurfmaterial» hatten die Laufenburger Narronen dabei: Wie vom Säckelmeister der Narro-Alt-Fischerzunft, David Giess, zu erfahren war, umfasste die Bestellung fürs traditionelle Narrolaufen fast 130 Kilogramm Orangen, rund 1300 Weggli und rund 1000 Würstli.

In Tat und Wahrheit dürften es sogar noch mehr Würstli gewesen sein. Aufgrund einer Bestell-Panne war der Umzug am Sonntag «vegetarisch» über die Bühne gegangen, sodass am Dienstag mehr Würste als gewöhnlich verteilt werden konnten.

Die Kinder und auch die Erwachsenen, die den Narronen durch die Altstadtgassen folgten oder am Strassenrand standen, hatten jedenfalls ihre Freude an den milden Gaben. Dem tat auch der leichte Regen keinen Abbruch, fielen doch für einmal nicht nur Tropfen, sondern auch Lebensmittel vom Himmel.