Eggbergrennen
Am Eggberg erklang wieder der Sound der Oldtimer

Zwei Tage erklang am Eggberg wieder ein Sound, der Liebhaber alter Karossen ins schwärmen und träumen versetzt. Das Eggbergrennen zieht mit jedem vergangenen Jahr mehr Besucher an.

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Daniel Ryser und Daniel Metzger aus Möhlin mit ihrem Buick Rivera
9 Bilder
Peter und Ronald Neufeld aus Zürich mit einem Chevrolet Corvette Sting Ray Conv
Lorenz Marti und Sylvia Schmickler aus Frick mit ihrem Triumph
Ein ALVIS 1270 aus Rifferswil
Mike Waldmeier und Eric Rüfenacht aus Möhlin mit ihrem Cardillac Coupé de Ville
Das Siegerfahrzeug 2012
Parade schöner Flitzer
MG L1 Magna Sport aus Buonas
Eggbergrennen mit Oldies

Daniel Ryser und Daniel Metzger aus Möhlin mit ihrem Buick Rivera

Ingrid Arndt

Zum achten Mal kamen am Wochenende Lenkradpiloten aus Österreich, Lichtenstein, Deutschland und der gesamten Schweiz nach Bad Säckingen, um am historischen Eggbergrennen teilzunehmen. Von Jahr zu Jahr wird dessen Anziehungskraft grösser. 250 Aktive hatten sich im Vorfeld dafür angemeldet, der Sicherheit wegen musste die Auswahl auf 170 teilnehmende Fahrzeuge beschränkt werden.
Und erstmals stellten die Eidgenossen mit 91 Oldies das stärkste Feld, allein aus der grenznahen Region waren es 16. Darunter solche Autosportler wie Mike Waldmeier und Eric Rüfenacht aus Möhlin mit ihrem prachtvollen Cardillac Coupé Ville (Baujahr 1959). Beide standen 2011 bei der Gesamtauswertung auf dem Siegerpodest, 2008 belegten sie Platz 3. Von Anfang an dabei ist das erfolgreiche Duo Lorenz Marti und Sylvia Schmickler aus Frick mit einem Triumph GT 6 (1972), 2009 und 20010 holten sie Silber.

Leckerbissen für Augen und Ohren

Einen optischer Leckerbissen präsentierte Werner Bouteiller aus Möhlin. Sein Amilcar CGSS war nicht nur ein echtes Schmuckstück, sondern auch mit dem Baujahr 1927 der älteste Schlitten am Start.
„Seit fünf Jahren kutschieren wir nunmehr mit unserem Triumph GT 6 den Berg hinauf. Vorher war es ein Jaguar, der jedoch zu schwer war für die teils erheblichen Steigungen. Wir kommen sehr gern hierher, die Organisation ist prima, die Stimmung trotz des mässig guten Wetters ausgezeichnet" sagten Lorenz Marti und Sylvia Schmickler.

Schon 1913 und 1930 war der Eggberg Schauplatz grosser Rennen, Unterbrechungen gab es nach der Machtergreifung Hitlers. Nach dem zweiten Weltkrieg fanden in Abständen wieder Rennen statt mit solchen Fahrerlegenden wie Baron Alex von Falkenhausen oder Fredy Amrein.
4,25 km mit 21 Kurven
Am Eggberg müssen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine Strecke von 4,25 km mit 21 Kurven und 325 Höhenmetern meistern. Der Wettstreit ist ein Gleichmässigkeitsrennen, bei dem nicht die schnellste Zeit zählt, sondern in vier Wettläufen die geringste eigene Zeitabweichung zur selbst ermittelten Sollzeit. Am Start waren Vorkiegs-,Touren-, Formel- und Rennwagen, deren Baujahre zwischen 1927 und 1988 lagen.
Gänzlich ungetrübt war beim achten Historischen Eggbergrennen die Zufriedenheit der Organisatoren Käfer Motorsport im ADAC nicht. Am Samstag kam bei nasskaltem Nieselregen ein Fahrer von der Strecke ein wenig ab, touchierte und beschädigte eine Leitplanke. Mit Pelonen wurde dieses Strassenstück so verengt, dass die Sicherheit wieder garantiert war. Der zweite Lauf musste am Sonntag wiederholt werden.
Auch wenn das Wetter nicht das beste war, die Zuschauer standen bei guter Laune wie immer zahlreich an Start und Ziel.