Beim Verein für Altersbetreuung im Oberen Fricktal (VAOF) stehen neue Investitionen an. «Beim Alterszentrum Bruggbach brechen immer wieder Wasserleitungen und verursachen Schäden», erklärt VAOF-Geschäftsführer Andre Rotzetter. Zudem müsse die Wäscherei auf den neuesten Stand gebracht werden. Dies sei eine Auflage des kantonalen Amts für Wirtschaft und Arbeit. Und: «Die Fensterfront der Alterswohnungen muss saniert werden.» Technische Probleme sorgen dort dafür, dass sich der Gummi auflöst und die Fenster blind werden. Man habe sich deshalb dafür entschieden, die Fenster nicht einzeln, sondern alle gleichzeitig zu erneuern. Laut Rotzetter beteiligt sich der Hersteller «namhaft» an den Sanierungskosten.

Bewohner kaum tangiert

Der VAOF wolle diese Probleme nun angehen, so Rotzetter weiter. «Doch wir wollen nicht nur die Pflicht erfüllen, sondern streben noch weitere Verbesserungen an.» Deshalb soll im Zuge der Sanierungsarbeiten auch ein dritter Lift eingebaut, die Erdbebensicherheit erhöht und die Cafeteria erweitert werden. «Wir haben festgestellt, dass wir bei Festen mehr Plätze brauchen.»

Das Alterszentrum Bruggbach in Frick bietet Platz für 106 Senioren. Die Bewohner werden von den geplanten Sanierungsarbeiten kaum tangiert. Vor einigen Jahren seien die «bewohnerrelevanten Sanierungen» durchgeführt worden, sagt Andre Rotzetter. «Nun sind nur noch ganz wenige Bewohner betroffen.» Diese müssten für die Arbeiten zur Erhöhung der Erdbebensicherheit für zirka einen Monat ihre Zimmer verlassen und würden in dieser Zeit in der Temporärstation untergebracht.

Vereinsversammlung entscheidet

Insgesamt belaufen sich die Kosten für die geplanten Sanierungsarbeiten auf rund 5,1 Millionen Franken. Die Baubewilligung hat der VAOF von der Gemeinde Frick diese Woche bereits erhalten. Einsprachen gab es im Bewilligungsverfahren keine.

Nun fehlt noch die Zustimmung zum Kredit durch die Vereinsversammlung. Diese findet heute Abend statt. «Erst ein Ja zum Kredit an der Versammlung ist die definitive Bewilligung», so Rotzetter. Der Geschäftsführer hofft denn auch auf ein Ja. Das Defizit von rund 250'000 Franken, das der VAOF im Geschäftsjahr 2016 erwirtschaftet hat, stamme aus der Betriebs- und nicht aus der Liegenschaftsrechnung. Rotzetter verweist auf das derzeit tiefe und für Investitionen positive Zinsniveau. «Es kommt uns wohl günstiger, wenn wir das Projekt jetzt umsetzen, als wenn wir noch weiter zuwarten.»

Stimmen die Vereinsmitglieder heute dem Kreditantrag über 5,1 Millionen Franken zu, «beginnen wir mit der detaillierten Planung», so der VAOF-Geschäftsführer. Die Fenstersanierung ist bereits aufgegleist und auch die übrigen Arbeiten sollen Anfang 2018 beginnen.