Frick
Alterszentrum Bruggbach: Grünes Licht für die Sanierung

Der Verein für Altersbetreuung kann die zweite Sanierungsetappe des Alterszentrums Bruggbach angehen.

Dieter Deiss
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Das Alterszentrum Bruggbach kriegt neue Wasserleitungen und einen zusätzlichen Lift. Die VAOF-Versammlung genehmigte einen entsprechenden Kredit.

Das Alterszentrum Bruggbach kriegt neue Wasserleitungen und einen zusätzlichen Lift. Die VAOF-Versammlung genehmigte einen entsprechenden Kredit.

Dieter Deiss

Die gut besuchte 72. Vereinsversammlung des Vereins für Altersbetreuung im Oberen Fricktal (VAOF), die im Laufenburger Alterszentrum Klostermatte stattfand, stimmte sämtlichen Sachgeschäften zu – darunter der zweiten Sanierungsetappe für das Alterszentrum Bruggbach in Frick.

Doch der Reihe nach: Es sind nicht die hohen Investitionen, die in den vergangenen Jahren getätigt wurden beziehungsweise noch anstehen, die den Vereinsverantwortlichen Sorgen bereiten. Es sind in erster Linie die Betriebskosten, die strukturell bedingt aus dem Lot zu laufen drohen. Veränderungen bei den Bewohnerinnen und Bewohnern führen zu massiven finanziellen Einbussen (die AZ berichtete).

Betreuungstarif wird erhöht

Die Bewohnenden werden im Durchschnitt immer älter und damit auch gebrechlicher. Dies führt zu häufigeren Spitalaufenthalten. Waren 2013 noch 13 Bewohnende wegen eines Klinikaufenthalts abwesend, so sind es 2017 bisher deren 127. Bei einer externen Aufenthaltsdauer zwischen drei bis zehn Tagen führt dies zu starken Ausfällen, da in diesen Fällen lediglich die Hotellerie abzüglich der Mahlzeiten verrechnet werden kann. Betreuungs- und Pflegetaxen fallen gänzlich weg. «Insgesamt rechnen wir für das laufende Jahr mit Mindereinnahmen von bis zu 700 000 Franken», erklärte Vereinspräsident Bernhard Horlacher.

Unverändert bleiben im nächsten Jahr mit 97.50 Franken pro Tag die Hotelleriekosten. Hingegen wird der Betreuungstarif beziehungsweise der sogenannte nicht relevante Betreuungsanteil von 37 Franken auf 47.50 Franken angehoben. Dies sei unumgänglich, erläuterte Horlacher. Der VAOF rechnet pro Tag mit rund 45 Minuten nicht anerkannter Betreuungszeit. «Eine Alternative zur Erhöhung wäre die Reduktion der Betreuungszeit», meinte Horlacher. Dies komme für den Vorstand freilich nicht infrage.

Mit Kosten von 145 Franken pro Tag ist der VAOF vergleichsweise immer noch günstig. Der Tarifordnung 2018 wurde mit grosser Mehrheit zugestimmt. Zustimmung fand auch der Voranschlag 2018, der bei rund 22 Millionen Franken Einnahmen und Ausgaben mit einer schwarzen Null rechnet. Genehmigt wurde auch ein Kredit von 5,2 Millionen Franken für die zweite Sanierungsetappe des Alterszentrums Bruggbach.

Personelle Änderungen

Unter anderem sollen im Zentrum verschiedene Wasserleitungen ersetzt und ein zusätzlicher Lift eingebaut werden. Auch die Fensterfront der Alterswohnungen muss saniert werden. Technische Probleme sorgen hier dafür, dass sich der Gummi auflöst und die Fenster blind werden. Sie sollen komplett erneuert werden.

Informiert wurde daneben auch über mehrere personelle Änderungen innerhalb des Vereins. Im Alterszentrum Bruggbach übernimmt Patrick Böhler die Leitung des technischen Dienstes und wird zudem Teamleiter Hauswartung für beide VAOF-Alterszentren. Im Alterszentrum Klostermatte ist ab 1. Oktober Peter Müller leitender Hauswart und ab 1. November führt Ana Keller, eine langjährige Mitarbeiterin, die Hauswirtschaft.

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