Die vor Jahren geplanten Erweiterungsbauten und Sanierungsarbeiten im Bereich des Wohn- und Pflegezentrums Stadelbach sind vollendet. Derzeit ist eine Phase der Ruhe eingekehrt, was Mitarbeitende wie Bewohnerinnen und Bewohner zu schätzen wissen.

Alfred Sutter, Präsident des gemeinnützigen Vereins für Alterswohnheime Möhlin, ist ebenfalls zufrieden. Doch ein Hände in den Schoss legen gilt für ihn nicht.

Der Jahresbericht für 2013 signalisiert, dass Aktivitäten keinesfalls eingeschlafen sind. Die Sanierungsarbeiten in der Villa Kym sind im Gange und können voraussichtlich diesen Spätsommer abgeschlossen werden.

Die künftigen Mieter der dortigen Alterswohnungen dürfen das komplette Service-Angebot vom Heim Stadelbach nutzen, das übrigens auch im Auftrag der Gemeinde, mit der eine Leistungsvereinbarung abgeschlossen ist, die komplette Verwaltung übernimmt.

Anlässlich einer öffentlichen Veranstaltung im vergangenen Herbst hatte sich übrigens alt Regierungsrätin Stéphanie Mörikofer (Kaiseraugst) lobend über das Konzept für die unter Denkmalschutz stehende Villa Kym geäussert.

Mit der finanziellen Situation ist Präsident Alfred Sutter zufrieden, obwohl die Rechnung «mit einem kleinen Verlust» abgeschlossen werden musste, der allerdings durch Entnahme aus den Reserven ausgeglichen werden konnte.

Im Gespräch mit der Aargauer Zeitung verweist er mit gewissem Stolz auf die Bilanz des Wohn- und Pflegezentrums Stadelbach: Von den einst rund 14 Millionen Franken für Erweiterung und Sanierung standen 2013 noch rund 6,95 Millionen zu Buche. «Eine tolle Leistung», versichert Sutter voller Überzeugung.

Doch dann mischt sich auch Negatives in seine Betrachtungen. Dass die Frage der Betreuungskosten vom Kanton noch nicht geklärt ist, freut ihn gar nicht. Er ist sich im Klaren darüber, dass die Darstellung klarer Tarifstrukturen zusätzlichen administrativen Aufwand erfordert.

«Wir brauchen verbindliche Richtlinien vom Kanton, um die Heime vergleichbar zu machen», plädiert er für mehr Transparenz, «denn jedes Heim im Aargau rechnet anders.» Er schliesst für die Zukunft weitere Probleme und damit einhergehend Tariferhöhungen nicht aus: «Die Betreuungskosten, vor allem in der intensiveren Pflege, sind ein riesiger Kostenblock.»

Verhältnis zu den Gemeinden

Auch der Vereinspräsident ist überzeugt: «Solange die Menschen im Alter zu Hause wohnen und beispielsweise von der Spitex gepflegt werden können, ist dies immer günstiger für die Öffentlichkeit.» In diesem Zusammenhang lobt Alfred Sutter das «gute Verhältnis zu den Gemeinden»; er rechnet damit, dass angesichts der demografischen Entwicklung auf die Kommunen künftig noch weitere finanzielle Belastungen aus dem Alten- und Pflegesektor zukommen. Regionale Lösungen, wie in Zusammenarbeit mit dem Fricktal Regio Planungsverband erarbeitet, hält er für «wegweisend».