Frick
Alte Fricktaler Schülerband spielt jetzt neue Liebeslieder

Die Kino-Bestuhlung im ausverkauften Fricks Monti hielt das Publikum nicht davon ab, mit dem Rhythmus mitzugehen. Keine frage: Die neue CD der Fricktaler Rockband Try Again hat Ohrwurmpotenzial.

Ralph Stamm
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Die Rockband Try Again: Frontsänger Marc Böller an der Plattentaufe am Mittwochabend im Fricks Monti.ras

Die Rockband Try Again: Frontsänger Marc Böller an der Plattentaufe am Mittwochabend im Fricks Monti.ras

Unter Konfettiregen weihten die fünf Freunde aus Bezirksschulzeiten am Mittwoch ihr zweites Album ein. Mit erstaunlich variablem Repertoire: Zunächst erinnerte der Gitarrenrock an die australisch-neuseeländische Band Crowded House, ein paar Lieder später an die langsamen Balladen der Skorpions, der deutschen Hardrock-Band der 90er-Jahre schlechthin. Vor 22 Jahren standen Try Again erstmals gemeinsam auf der Bühne. Damals noch als Trio. Vor acht Jahren waren sie letztmals im Monti zu Gast.

Viele Freunde im Publikum

Heute wohnen die fünf Freunde mit ihren Familien über die ganze Nordwestschweiz verstreut. Die Proben im Aarauer Bandraum kam folglich einer organisatorischen Meisterleistung gleich. Zur Rückkehr nach Frick sassen zahlreiche Verwandte und ehemalige Schulfreunde im Publikum.

Marc Böller und die Band waren gerührt: «Wir sind überwältigt zu sehen, wie viele Leute wir kennen», sagte der Architekt ins Mikrofon, wollte sich dann aber doch noch vergewissern, dass der Saal ausgerechnet wegen ihnen ausverkauft war: «Ihr wisst schon, dass im Anschluss keine Band mehr spielt?»

Ein poetisch frischer Wind

Die zahlreichen Liebessongs schienen so irgendwie auch dem Publikum gewidmet. Mal selbstbewusst fordernd, mal melancholisch leidend wurden Schönheiten erobert, zurückerobert oder zumindest an ihre Liebesversprechen von damals erinnert. «You Promised Me a Happy End» sang Marc Böller etwa in «Letters From The Past». Und in «Yellow» pries er seine Liebste farblich metaphorisch in all ihren Facetten. «You Are Such a Rainbow Child.»

Die poetische Weiterentwicklung der Band geht klar auf das Konto der Hobby-Dichterin Caroline Hendricks, die zur CD-Taufe leider verhindert war. «Ohne Caroline hätte es kaum eine zweite CD gegeben», gesteht Marc Böller ein. «Uns allen fehlt nämlich wegen der beruflichen Belastung die Zeit zum selber Texten.»