Laufenburg

Als Geburtstagsgeschenk wurde ein Weg nach Rehmann benannt

Der Bildhauer Erwin Rehmann feiert seinen 95. Geburtstag – und eröffnet die neue Ausstellung.

Grosser Bahnhof für Erwin Rehmann: Der Laufenburger Künstler feierte gestern seinen 95. Geburtstag mit der Eröffnung der neuen Ausstellung «Living Metals». Spezielles Geschenk der Stadt Laufenburg war die Schaffung des Erwin Rehmann-Weges.

Damit wird künftig der Weg zwischen Rehmann-Museum und Rhein bezeichnet. Auf dem zugehörigen Schild steht «Erwin Rehmann-Weg, Bildhauer und Künstler» geschrieben. Überreicht hat es Laufenburgs Vizeammann Meinrad Schraner im Namen der Ortsbürger. Erwin Rehmanns Kunst und sein Schaffen sei international und verleihe der Stadt Laufenburg «Glanz und Ehre», sagte Schraner. Und: «Erwin Rehmann ist einer unserer Leuchttürme», so Schraner.

Stadtammann Herbert Weiss gratulierte dem Jubilar im Namen der Gemeinde und des Stadtrates. Er würdigte ebenfalls Rehmanns Wirken und drückte seine Wertschätzung aus, dass der Künstler Laufenburg trotz seinem Erfolg nie den Rücken zugedreht hat.

«Laufenburg hat eine spezielle Bedeutung für dich», hielt Weiss fest. Er las die Antwort von Rehmann anlässlich dessen Ernennung zum Orts- und Ehrenbürger im Jahr 1976: «Meine Verbundenheit zu Laufenburg ist eine angeborene Liebe», schrieb Rehmann damals. «Dies zeigt die gegenseitige Wertschätzung zwischen Erwin Rehmann und Laufenburg», folgerte Weiss.

Rehmann mit Geschenk für Stadt

Nicht nur die Stadt überbrachte ein Geschenk, auch Rehmann hatte eines für die Stadt zur Hand: eine «Targa d’Oro», eine Goldmedaille aus Rom, vor langer Zeit an Siegfried Schmidlin als Auszeichnung verliehen. Rehmann hatte sie von dessen Familie erhalten und fand, dass sie in der Stadt, namentlich im Museum Schiff, besser aufgehoben sei. Deshalb überreichte er sie gestern an Hannes Burger, den Präsidenten des Museumsvereins.

Den Auftakt der Ausstellungseröffnung mit Werken ausschliesslich von Erwin Rehmann bildete eine Vorvernissage in kleinem Rahmen. Danach spielte die Stadtmusik Laufenburg dem Jubilar mehrere Ständchen. Die «richtige» Vernissage mit Reden von Christoph Rehmann-Sutter als Präsident des Stiftungsrates und Hans-Jürg Pfisterer zu den «Living Metals» erfolgte nach den Gratulationen. Klemens und Joel Rehmann sorgten für die musikalische Umrahmung. Hans-Jürg Pfisterer, der Rehmann seit seinem 12. Lebensjahr kennt, bezeichnete den Jubilar als «Philosoph mit werkenden, mit wirkenden Händen, der beim Gegenüber lebendigen Optimismus erzeugt». Die in der neuen Ausstellung gezeigten Objekte, die zum ersten Mal der Öffentlichkeit gezeigt werden, «lagen jahrelang in einer verborgenen Schatulle», sagte Pfisterer.

An Rehmann gerichtet sagte er: «Nur durch die unerschöpfliche Überzeugungsarbeit einzelner Stiftungsratsmitglieder konntest du dahin gebracht werden, diese Ausstellung zu realisieren.» Die Ausstellung sei «ein Wurf, grossartig und einzigartig», so Pfisterer. Die Objekte sind quasi hinter dem Rücken des Künstlers entstanden, «fast ganz ohne seinen Einfluss». Beim Giessen «verabschiedeten sich einige Teile von der Masse und bildeten ein Eigenleben», so Pfisterer, «sie fanden ihre eigene Form und Sprache».

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